Die einen haben mit der Kamera in der Hand nur darauf gewartet, dass die Sonne untergeht; Die anderen wurde bei einem abendlichen Spaziergang davon überrascht und nochmals andere bereuen es, das Farbenspektakel versäumt zu haben: <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/erde-erlebt-staerksten-sonnensturm-seit-2003" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">In Südtirol waren die Polarlichter am Abend des 10. Mai zu sehen. </a><BR /><h3> Aktuell sehr aktive Sonnenphase </h3>Bei dem Farbspektakel am Himmel handelte es sich um ein Zusammenspiel von überaus günstigen Faktoren. Ein solches Phänomen bleibt sehr unwahrscheinlich. „Da sich die Sonne jedoch gerade in einer sehr aktiven Phase ihres Zyklus befindet, kann es gut sein, dass wir in nächster Zeit erneut Polarlichter zu Gesicht bekommen werden“, sagt Stephanie Wolters, Präsidentin des Vereins für Amateurastronomen „Max Valier“. <BR /><BR /><BR />„Alle 11 Jahre endet ein Sonnenzyklus und kommt zu seinem Höhepunkt. In dieser Zeit können auf der Sonnenoberfläche gewaltige Stürme ausbrechen. Wenn diese Sonnenstürme auf unser Magnetfeld treffen, wehrt dieses sie ab und es entstehen Polarlichter.“ Das Ende des aktuellen Sonnenzyklus wird für 2025 erwartet: „Die Sonnenstürme sind also gerade stärker und die Wahrscheinlichkeit Polarlichter zu sehen, heuer und nächstes Jahr höher“, weiß Wolters. Seit letztem Herbst konnte man das Farbenspiel hier im Land bereits zum vierten Mal beobachten. <BR /><h3> Maximal einen Tag voraussagbar </h3>Wann genau es wieder so weit sein wird, könne man nicht so einfach sagen. „Das Phänomen lässt sich etwa einen halben bis einen Tag voraussagen. Wir können nämlich nur abschätzen, wann ein ausgebrochener Sonnensturm die Erde erreichen wird. Nicht aber, wann es zu einem Sturm kommen wird.“ <BR /><BR />Wenn ein Sonnensturm unser Magnetfeld erreicht, muss es dunkel und klar sein, damit wir die Polarlichter sehen können. Derzeit seien bei uns die Voraussetzungen dafür sogar besser als weiter im Norden, wo es Ende Mai nicht mehr wirklich dunkel wird. <BR /><h3> Sonnenstürme und Stromausfälle </h3>Auch 2003 traf ein ähnlich starker Sonnensturm wie vor 2 Wochen auf die Erde. Damals kam es deshalb in großen Teilen Schwedens zu Stromausfällen: Denn die ionisch geladene Sonnenstrahlung könne nicht nur ein beeindruckendes Lichtspiel erzeugen, sondern laut der Expertin auch technische Geräte und unsere Stromversorgung stören. <BR /><BR />Weshalb das Stromnetz und unsere technischen Systeme vor Kurzem verschont geblieben sind, lasse sich nur schwer beantworten, sagt Stephanie Wolters: „Wie sich ein Sonnensturm auf die Erde auswirkt, ist sehr unterschiedlich und lässt sich schwer voraussagen. Es hängt ganz davon ab, zu welcher Zeit und an welchem Ort er auftritt.“