„Frauen trauen sich vielleicht oft immer noch weniger zu als Männer.„10 weibliche Landtagsabgeordnete sind wenig“, sagte Politikwissenschaftlerin Katharina Crepaz gestern bei der Tagung <b>60 Jahre Frauenvertretung im Landtag.</b><BR /><BR /><i>Warum ist es für Frauen bis heute schwer, in der Politik Fuß zu fassen</i>?<BR /><BR />„Die Vereinbarkeit von Familie und politischem Engagement spielt eine große Rolle.“ Politische Veranstaltungen und Sitzungen finden abends statt, es gibt Wochenendtermine. Frauen übernehmen immer noch den Großteil der Familien- und Pflegearbeit.<BR /><BR /> „Gesamtgesellschaftlich müssen wir uns so verändern, dass diese Verantwortung nicht nur auf den Frauen lastet“, so Crepaz. Die Politik müsse sich mehr an die Lebensrealitäten der Frauen anpassen, „etwa auch mal mit einer Gemeinderatssitzung online“. Zudem sei es laut Crepaz ein Problem, dass sich viele Frauen noch immer weniger zutrauen als Männer. „Männer tun es einfach – durch die Rollen, mit denen wir aufwachsen, haben sie mehr Selbstbewusstsein in dieser Hinsicht.“<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1087203_image" /></div> <BR />Eine, die sich getraut und inzwischen viel politische Erfahrung gesammelt hat, ist die Landtagsabgeordnete <Fett>Brigitte Foppa</Fett>. „Wir Frauen müssen uns immer mehr anstrengen als die männlichen Kollegen“, sagte sie. Junge Frauen würden oft nicht ernst genommen, klein gehalten, das Äußerliche spiele eine große Rolle. „Wenn Frau gestandener ist, wird es einfacher“, so Foppa. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1097307_image" /></div> <BR /><BR />„Meine Mutter kannte als Frau in der Politik ihre Grenzen“, erinnerte sich <Fett>Waltraud Deeg</Fett>, die Tochter von Waltraud Gebert Deeg. „Grenzen, die auch mir selbst klar gesteckt wurden.“ Es werde erwartet, dass Frauen „brav“ sind, so die SVP-Landtagsabgeordnete.