Dienstag, 19. Dezember 2017

Polizei bestätigt drei Tote bei Zugsunglück in den USA

Bei einem schweren Zugsunglück im US-Bundesstaat Washington südlich der Stadt Seattle sind am Montag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, bestätigte die Polizei am Montagabend (Ortszeit). Rund hundert Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Viele Menschen erlitten demnach schwere Verletzungen.

Rund hundert Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht Foto: APA (AFP)
Rund hundert Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht Foto: APA (AFP)

Der Zug war am Montag auf dem Weg von Seattle nach Portland im Nordwesten der USA auf einem neuen Streckenabschnitt entgleist. Einige Waggons stürzten von einer Brücke auf eine Schnellstraße und kollidierten mit fünf Autos und zwei Lastwagen.

”Als wir zum Ort des Geschehens kamen, war offensichtlich, dass es einige Tote und viele Verletzte gegeben hat”, sagte ein Sprecher des Sheriffs aus dem Bezirk Pierce. Ein Fahrgast des Zuges sagte der „Seattle Times”: „Wir haben ein Bersten und ein Zerbrechen gehört, Menschen haben geschrien, dann sind die Lichter ausgegangen.” Er und sein Freund hätten großes Glück gehabt, weil sie in die Polster der Sitze vor ihnen geschleudert worden seien. Sie hätten dann die Fenster eingetreten und seien aus dem Zug über eine Böschung gesprungen.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums des Staates Washington befuhr der Zug zum ersten Mal einen neuen Streckenabschnitt, als es zu dem Unglück kam. Es gebe am Ort des Geschehens keine Weiche oder Bahnübergänge, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der „Seattle Times”.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Der Unfall ereignete sich zwischen Lakewood und Olympia nahe der Stadt Tacoma, rund 60 Kilometer von Seattle entfernt. Der Zug hatte Seattle um 6.00 Uhr Ortszeit verlassen und war auf dem Weg nach Portland (Oregon). An Bord des Amtrak-Schnellzugs befanden sich der Polizei zufolge 77 Passagiere und sieben Bahnmitarbeiter.

apa/ag./dpa

stol