Dienstag, 20. Dezember 2016

Polizei bestätigt Einsatz auf Tempelhof-Flughafen

Nach dem Anschlag mit einem Lkw auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat die Polizei einen Hangar auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft. Vier junge Männer Ende 20 aus dem Hangar 6 seien befragt worden, es gab aber keine Festnahmen, sagte Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, am Dienstag.

Die Polizei lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Die Polizei lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. - Foto: © APA/DPA

Der Einsatz, an dem auch Kräfte der Spezialeinheit (SEK) beteiligt waren, habe um 3 Uhr mit bis zu 250 Beamten begonnen. Die Kräfte seien dann aber reduziert worden. Die Lage sei ruhig gewesen. Um 8.00 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.

Keine weiteren Angaben

Ob die Polizei nach Verbindungen des Täters suchte, der am Montagabend mit einem Sattelschlepper in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast war und mindestens zwölf Menschen in den Tod riss, sagte der Sprecher nicht explizit. „Die Annahme kann man aber haben.“ Zur Herkunft der befragten Flüchtlinge gab es keine Angaben.

Identifizierung schwierig

Der Verdächtige soll über die Balkanroute - und damit auch über Österreich - nach Deutschland gereist sein und am 31. Dezember 2015 in Passau registriert worden sein. Der Mann soll in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. Die genaue Identifizierung gestalte sich auch deswegen schwierig, weil der Verdächtige mehrere Namen benutzt haben soll. Die Ermittler gehen nach diesen Informationen davon aus, dass der Mann aus Pakistan oder aus Afghanistan stammt. Nach Informationen des RBB-Inforadios kommt er aus Pakistan.

apa/dpa

stol