Die vom Bozner Staatsanwalt Igor Secco koordinierten Ermittlungen hatten mit zwei Anzeigen im August 2013 und September 2013 bei der Post- und Kommunikationspolizei begonnen. Im ersten Fall war ein Handy im Lido von Salurn gestohlen worden, im zweiten im Jugendzentrum „Vispa Teresa“ in Bozen. Erste Untersuchungen ergaben, dass beide Geräte nach dem Diebstahl mit einer SIM-Karte betrieben wurden, die einem 50 Jahre alten in Mailand wohnhaften Mann gehörte. Später wurden die beiden Geräte mit SIM-Karten betrieben, die auf Personen aus dem Nonstal zurückzuführen waren. Die Ermittlungen ergaben schließlich, dass der in Mailand wohnhafte Mann auch einen Wohnsitz in Fondo hatte. Staatsanwalt Secco ordnete deshalb im dortigen Wohnsitz eine Hausdurchsuchung an, die von der Post- und Kommunikationspolizei Bozen am 18. Februar durchgeführt wurde. Bei dieser Hausdurchsuchung wurden im Fahrzeug des 50-Jährigen – das als “mobiles Labor” gedient haben soll – 150 Handys und Smartphones (siehe Foto) sichergestellt. Im Laufe der Ermittlungen gingen zahlreiche Meldungen von Bürgern bei der Polizei ein, die ihre Handys und Smartphones dem Mann zur Reparatur überlassen hatten. Er soll diese aber weder repariert noch zurückgegeben haben. Deshalb wurde der 50-Jährige wegen Hehlerei angezeigt.Polizei: "Vorsicht beim Kauf!""Bevor man ein Handy kauft, sollte man sich über den Kauf vergewissern und der Herkunft nachgehen", rät die Post-und Kommunikationspolizei.Sollte ein Handy in nicht in offiziellen Verkaufsläden erworben worden sein, gehe man das konkrete Risiko ein, wegen Hehlerei angezeigt zu werden.