Sonntag, 18. Dezember 2016

Polizei in Kroatien verhindert Flüchtlingskatastrophe

Die kroatische Polizei hat eine drohende Flüchtlingskatastrophe verhindert. Am Samstagabend stoppte sie nach Behördenangaben einen völlig überladenen britischen Kleintransporter auf der Autobahn bei der Stadt Novska rund 100 Kilometer südöstlich von Zagreb. 67 aus Pakistan und Afghanistan stammenden Menschen seien auf nur zehn Quadratmetern eingepfercht worden, beschrieb Innenminister Vlaho Orepic die Szene am Sonntag.

Foto: © LaPresse

Zunächst war von 62 Menschen berichtet worden. Dutzende Menschenleben seien gerettet worden, weil viele durch das Einatmen von Kohlenmonoxid und Unterkühlung bereits ohne Bewusstsein waren.

Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die beiden geflüchteten Fahrer des Schleuserautos konnten inzwischen festgenommen werden, teilte die Polizei mit.

Es handele sich um zwei Bulgaren. Die aufgegriffenen Migranten sollen nach ihrer Genesung wieder nach Serbien abgeschoben werden, von wo sie gekommen seien, hieß es weiter.

Im vergangenen Jahr waren über die sogenannte Balkanroute von Griechenland über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien über eine Million Menschen nach Österreich und vor allem Deutschland gekommen.

Im vergangenen März war diese Route besonders in Mazedonien mit Zäunen gesperrt worden.

Im laufenden Jahr haben es nach Angaben der Grenzschutzbehörde Frontex dennoch 180.000 Migranten auf dieser Transitroute nach Westeuropa geschafft.

dpa

stol