Samstag, 07. Januar 2017

Polizei sprengt Schlepperring

Die Beamten der Staatspolizei in Südtirol haben in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen in Deutschland und Österreich einer Schlepperbande das Handwerk gelegt: Sie nahmen 11 Personen fest und zeigten weitere 12 auf freiem Fuß an.

Foto/copyright: Quästur Bozen
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Foto/copyright: Quästur Bozen

Am Brenner klickten am Freitag für einen 38-jährigen Iraker, einem Mitarbeiter eines Freiwilligen-Vereins, die Handschellen. Ihm wird, so wie sieben weiteren Personen, bei denen Durchsuchungen vorgenommen wurden, die Beihife zur illegalen Einreise vorgeworfen.

Die Ermittlungen zur Operation "Nockel" hätten im Juli begonnen, teilte die Quästur am Samstag mit. Dabei sei man auf eine kriminelle Vereinigung gestoßen, an deren Spitze zwei Personen aus dem Libanon gestanden hätten. Sie sollen vor allem Menschen aus Syrien und dem Irak sowohl über die Balkanroute als auch über Italien nach Deutschland geschmuggelt haben.

Der am Brenner festgenommene Iraker sei der Mittelsmann der beiden Libanesen in Italien gewesen. Die Behörden werfen ihm vor, für mehrere Dutzend Personen Schlepperfahrten über den Brenner organisiert zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen stießen die Beamten auf sieben weitere Personen, welche Beihilfe zur illegalen Immigration geleistet haben sollen. 

Neben den Verhaftungen und Anzeigen seien in Italien, Österreich und Deutschland sei man bei den Ermittlungen auf etwa 100 Personen gestoßen, welche illegal nach Nordeuropa geschleust worden waren, so die Polizei. 

stol

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