Dienstag, 04. Januar 2022

Polizei verzeichnet mehr Kinderpornografie-Fälle im Internet

Die italienische Polizei hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg von Fällen mit Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs im Internet registriert.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei in Italien einen Pädophilen-Ring zerschlagen.
Im vergangenen Jahr hat die Polizei in Italien einen Pädophilen-Ring zerschlagen. - Foto: © ANSA / us polizia
Insgesamt hätten die Ermittler 5515 Untersuchungen mit Verdacht auf Kinderpornografie und Anlockversuchen online eingeleitet, teilte die für Cyber-Kriminalität zuständige Postpolizei am Dienstag mit.

Verglichen mit 2020 seien das 70 Prozent mehr gewesen. Die Behörden nahmen demnach 137 Menschen im Zusammenhang mit den Ermittlungen fest, 1400 Verdächtige wurden angezeigt.

Von rund 29.000 untersuchten Webseiten sperrten die Ermittler mehr als 2500, weil sie „kinderpornografische Merkmale“ aufwiesen. Die Polizei bemerkte außerdem eine Zunahme von Fällen, in denen es um sogenannte Sextortion und Rachepornos ging. Dabei erpressen die Täter ihre Opfer beispielsweise mit der Veröffentlichung von Nacktbildern, die sie von ihnen haben.

Die Ermittler befassten sich 2021 nach eigenen Angaben mit insgesamt 500 solcher Fälle und zeigten rund 1400 Menschen an.

apa