Internationale Betrügerbanden sind derzeit mit einer neuen Masche unterwegs, bei der sie Autofahrer mit großem Aufwand perfide täuschen, um an deren Bankdaten und/oder Kreditkartendaten zu gelangen. Die Polizei beider Länder warnt.<BR /><BR />In Mailand tauchen derzeit falsche Strafzettel auf, auf denen unter dem Symbol der Stadtverwaltung das Nummernschild des Fahrzeugs steht sowie die Nachricht, dass man eine Strafe zahlen müsse. Es folgt die Aufforderung, sich mit dem QR-Code zu verbinden, um die 25 Euro Bußgeld zu bezahlen, mit der Möglichkeit eines 50-prozentigen Rabatts, wenn die Bezahlung innerhalb der 5-tägigen Frist erfolgt. Dabei handelt es sich wieder einmal um eine Form des „Phishing“, also des Versuchs, an die Daten der Opfer zu gelangen. Das Opfer wird aufgefordert, einen Geldbetrag zu zahlen, da die vermeintliche „Polizei“ einen Verstoß bezüglich des falschen Parkens festgestellt hat. <BR /><BR /><BR />Durch das Scannen des QR-Codes gelangt man auf eine Zahlungsseite, bei der man die eigenen Bankdaten bekanntgeben soll, um den geforderten Betrag zu begleichen. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche, um dann weitaus größere Summen abzubuchen, sobald die Betrüger die gewünschten Daten erhalten haben. Ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich um eine Fälschung handelt, ist bei einigen „Strafzetteln“ das Datum am unteren Rand des Strafzettels: 29. November 2024.<BR /><BR /><BR /> Seit einiger Zeit werden in Italien echte Bußgeldbescheide nicht mehr an der Windschutzscheibe hinterlassen, sondern die Papierkopie wird per Post nach Hause geschickt.<BR /><h3> Internationale Masche</h3><BR />Auch die Wiener Polizei warnt vor der neue Betrugsmasche mit gefälschten Strafzetteln. Die Betrüger hinterlassen diese auf - verkehrswidrig oder auch ganz legal - abgestellten Fahrzeugen. Auch darauf befinden sich der Briefkopf der Landespolizeidirektion (LPD) Wien nebst dem Polizei-Logo und ein QR-Code. <BR /><BR /><BR />„Keinesfalls sollten Sie auf allfällige Forderungen eingehen, selbst wenn Ihnen mit (falschen) polizeilichen Maßnahmen gedroht wird. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, erstatten Sie eine Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion“, unterstreicht Wiens Polizeisprecher Matthias Schuster. Wer seine Daten preisgibt, riskiert einen weit höheren finanziellen Schaden als den am falschen Strafzettel geforderten Betrag. „Prüfen Sie (…) Schriftstücke auf Rechtschreib- und Grammatikfehler, da Cyberkriminelle oftmals international agieren und Übersetzungstools nutzen“, sagte Schuster. „Dies kann man den Texten anmerken.“ Zudem müsse man beachten, „dass auch scheinbar echte Nummern oder echte E-Mail-Adressen nicht automatisch eine authentische Nachricht bedeuten“.<BR /><h3> Oft ältere Menschen im Visier</h3><BR />Betrügereien kommen immer häufiger vor und sehr oft sind ältere Mitbürger betroffen. Die Staatsanwaltschaft Rom hat diese Woche 11 Personen wegen Betrugs und Erpressung gegenüber älteren Menschen festgenommen. Den Verdächtigen, die bereits wegen schwerer Eigentums- und Personendelikte verurteilt wurden und in einigen Fällen in die organisierte Kriminalität verwickelt sind, wird Erpressung, Betrug zum Nachteil älterer und behinderter Menschen, schwerer Diebstahl, betrügerische Verwendung von den von Opfern gestohlenen Kreditkarten, sowie illegaler Besitz mehrerer Schusswaffen, Gewehre und Pistolen vorgeworfen. Mit dem Diebstahl von Geld und den Wertgegenständen älterer Menschen, aufbewahrt in ihren Wohnungen, wurden große Gewinne erzielt. <BR /><BR /><BR />Die Ermittlungen wurden nach einer Reihe von Betrügereien von Dezember 2021 bis September 2022 in Rom aufgenommen, die stets nach dem gleichen Schema begangen wurden. Eine Person kontaktierte das Opfer und gab an, Carabiniere oder Anwalt zu sein. Dabei berichtete sie, dass ein Angehöriger des Opfers in Schwierigkeiten stecke und forderte Geld, um ihm in dieser schwierigen Situation beizustehen. Die Organisation wurde von 2 Männern mit Wohnsitz in Neapel geleitet.<BR /><BR />mit/APA<BR />