Ganze Gruppen von Jugendlichen müssten ständig an das Einhalten der Regeln erinnert werden, um dann von diesen Hohn und Spott zu ernten, erklären die Mitarbeiter einleitend.<BR /><BR />„Ein mutwillig zerstörter Wasserhahn, herausgerissene Blumen, fußballspielende Gruppen von Jugendlichen am Beckenrand, die sämtliche Aufforderungen des Bademeisters einfach ignorieren, sind nur einige der Vorfälle, mit denen wir in letzter Zeit zu kämpfen haben. Immer sind es Jugendliche in Gruppen, die dafür verantwortlich sind und vielleicht aus Langeweile, aus Frust oder anderen Gründen keinen Respekt weder vor anderen Personen noch vor den Anlagen haben, die der Allgemeinheit gehören“, schildert Betriebsleiter Arnold Thum die Situation.<BR /><BR />In erster Linie seien es Jugendliche mit Migrationshintergrund, die verantwortlich für diese Vorfälle sind. Dabei sind die Verhaltensregeln am Eingang des Schwimmbades für alle gut sichtbar ausgeschildert und die Mitarbeiter würden bereits versuchen, nicht allzu streng mit den jungen Besuchern zu sein. „Leider müssen wir allzu oft Polizei spielen und uns auf Streitgespräche mit den Jugendlichen einlassen“, heißt es in der Stellungnahme weiter.<BR /><BR />Trotz allen guten Willens war bereits mehrmals das Einschreiten der Polizeikräfte erforderlich. „Auf mein Ersuchen hin sind die Polizeikräfte vermehrt im Freibad präsent und führen entsprechende Kontrollen durch. Es wäre falsch, von einem generellen Sicherheitsproblem zu sprechen, auch wenn in den letzten Wochen einige Vorfälle zur Anzeige gebracht wurden. Das Freibad ist ein Ort der gesunden Freizeitgestaltung und der Freude für alle Besucher. Der Spaß steht hier im Vordergrund. Es ist aber auch klar: Fehlverhalten oder gar strafrechtlich relevantes Verhalten wird nicht akzeptiert“, betont Bürgermeister Roland Griessmair. Die Kontrollen durch die Polizeikräfte werden auch weiterhin durchgeführt. <BR /><BR />Grundsätzlich möchte man die jungen Besucher durch Betretungsverbote nicht langfristig aussperren, zumal sie sich einzeln auch für ihr Verhalten entschuldigen und guten Willen erkennen lassen. Die Gruppendynamik wird ihnen dann aber zum Verhängnis. Deshalb der Appell der Schwimmbadverwaltung an die Jugendlichen und an deren Eltern: „Das Freibad gehört uns allen und wir alle wollen uns darin wohlfühlen. Dies kann nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten!“<BR /><BR />Alfred Valentin, Präsident der Führungsgesellschaft „Bruneck aktiv“ ergänzt: „Die aufgezeigten Probleme haben nicht nur, aber zu einem beträchtlichen Teil mit der Migrationsthematik zu tun, die mittlerweile viele Bereiche unserer Gemeinschaft berührt. Wenn wir dieses Thema totschweigen, ignorieren oder gar unterschätzen, befürchte ich ein böses Erwachen. Ich sehe dringenden Handlungsbedarf bei der Integration aber auch der Einschränkung der Migration“. <BR />