Der Vorfall ereignete sich am Montagabend im Stadtteil Ponte Lambro im Südosten Mailands. Als Einsatzkräfte der Stadtpolizei und der Staatspolizei einen Audi Q7 kontrollieren wollten, missachtete dessen Fahrer die Anhaltezeichen und flüchtete. Imprezzabile nahm die Verfolgung auf. Die Verfolgungsfahrt führte über rund einen Kilometer bis zur Nachbargemeinde Peschiera Borromeo nahe dem Flughafen Linate. <BR />Dort verlor der Beamte die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. <BR /><BR />Rettungskräfte fanden ihn schwer verletzt auf der Fahrbahn. Trotz umfangreicher Wiederbelebungsmaßnahmen starb er wenig später im Krankenhaus Niguarda. Die genauen Umstände des Unfalls sind bisher ungeklärt. Nach Angaben der Ermittler gibt es derzeit keine Augenzeugen des entscheidenden Moments. Die Verkehrspolizei und die Carabinieri werten Spuren am Unfallort sowie mögliche Videoaufnahmen aus.<BR /><BR />Die Ermittler halten derzeit einen Fahrfehler oder den Verlust der Kontrolle über das Motorrad für wahrscheinlicher. Allerdings wird auch die Möglichkeit geprüft, dass der Beamte während der Verfolgung von dem flüchtenden Geländewagen gerammt wurde. Hinweise auf eine Kollision liegen bisher nicht vor.<BR /><BR />Von zentraler Bedeutung für die Ermittlungen ist nun die Identifizierung des Fahrers des Audi Q7 sowie die Klärung der Frage, warum er die Polizeikontrolle missachtete. Der getötete Beamte galt als erfahrener und bei seinen Kollegen geschätzter Polizist. In sozialen Netzwerken hatte er wiederholt über die Herausforderungen seines Berufs gesprochen und die Verantwortung sowie die Risiken des Polizeidienstes auf dem Motorrad hervorgehoben. Er war 2022 in den Dienst der Stadtpolizei eingetreten. „Immer im Sattel, immer unter Druck“, schrieb er in einem seiner Beiträge in den sozialen Medien. <BR /><BR />„Stress gehört zum Dienst dazu. Gerade dann ist jedoch höchste Konzentration gefragt: Oft bleibt nur ein Augenblick für eine Entscheidung, und jede Wahl kann den Unterschied machen.“<BR /><BR />Die Ermittler, darunter auch der Mailänder Stadtpolizeichef Gianluca Mirabelli, sicherten am Unglücksort Spuren und werteten Aufnahmen von Überwachungskameras in der Umgebung sowie Kennzeichenerfassungssysteme benachbarter Gemeinden aus. Die Spurensicherung dauerte bis tief in die Nacht. Die Straße blieb währenddessen gesperrt.