Sonntag, 07. Juni 2020

Polizisten bei Londoner Demonstration verletzt

Bei Ausschreitungen während eines Protestmarschs gegen Rassismus sind 14 Polizisten in London verletzt worden.

Bei  gewaltsamen Demonstrationen wurden rund 14 Polizisten in London verletzt.
Bei gewaltsamen Demonstrationen wurden rund 14 Polizisten in London verletzt. - Foto: © APA/afp / DANIEL LEAL-OLIVAS
13 weitere Einsatzkräfte hatten bei Demonstrationen in den vergangenen Tagen Verletzungen erlitten. „Die Zahl der Übergriffe ist schockierend und völlig unakzeptabel“, teilte die Chefin von Scotland Yard, Cressida Dick, am Sonntag mit.

„In unserer Stadt gibt es keinen Platz für Gewalt.“ Die Polizei nahm mehr als ein Dutzend Demonstranten fest. Dick lobte das besonnene Verhalten der Einsatzkräfte.

Demonstranten werfen mit Flaschen und zünden Raketen

In der Nähe des Regierungssitzes mitten in London hatten Demonstranten am frühen Samstagabend mit Flaschen geworfen sowie Raketen und anderes Feuerwerk gezündet. Eine Polizistin fiel vom Pferd und musste im Krankenhaus behandelt werden. Protestmärsche nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA gab es auch in anderen britischen Städten am Wochenende.

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock verurteilte die Demonstrationen mit Blick auf die Coronakrise scharf. „Sie sind unzweifelhaft ein Risiko“, sagte Hancock am Sonntag dem Sender Sky News. Sie würden auch gegen die Ausgangsbeschränkungen während der Pandemie verstoßen. Großbritannien hat offiziellen Statistiken zufolge die meisten Corona-Todesopfer in Europa.

Ausgangspunkt: Tod von Afroamerikaner Floyd

Der Afroamerikaner Floyd war bei einem Polizeieinsatz in den USA Ende Mai ums Leben gekommen. Der Todesfall löste weltweite Demonstrationen der Initiative „Black lives matter“ (Schwarze Leben zählen) aus. Dem Protest schloss sich unter anderem auch der geheimnisumwitterte britische Künstler Banksy an. Er stellte auf Instagram ein neues Werk vor und kritisierte „Systemfehler“ in der Gesellschaft.

apa/dpa

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