Mittwoch, 22. August 2018

Polizistin stillt fremdes Baby: Ein Bild geht um die Welt

Polizistin Celeste Ayala hatte Wachdienst in einem Krankenhaus im argentinischen Buenos Aires, als eine Mutter mit 6 Kindern in die Notaufnahme kam. Obwohl das Kleinste der Kinder aus Leibeskräften schrie, kümmerten sich weder die Mutter noch das Krankenhauspersonal um das Baby.

Als Celeste das Baby an ihre Brust gelegt hatte, beruhigte sich der Kleine und begann sofort zu trinken. - Foto: Facebook/Marcos Heredia
Als Celeste das Baby an ihre Brust gelegt hatte, beruhigte sich der Kleine und begann sofort zu trinken. - Foto: Facebook/Marcos Heredia

Das Baby sei “dreckig und stinkend“ hörte Celestes Kollege Marcos Heredia, der die Schicht zusammen mit ihr absolvierte, das Krankenhauspersonal sagen, doch das schien seine Kollegin wenig zu stören. Sie wusste, dass sie diesem Baby dringend helfen musste und zögerte nicht lange.  

Mutter und Krankenhauspersonal überlastet

Als Mutter von zwei Kindern merkte sie, was das Baby brauchte und da das Krankenhauspersonal offenbar genauso überlastet war wie die Mutter mit ihren sechs Kindern, fragte Celeste kurzerhand, ob sie sich des Babys annehmen und füttern dürfte. Und niemand hatte etwas dagegen.

„Ich bemerkte, dass es Hunger hatte“, erzählte sie anschließend lokalen Medien, die sich mit großem Interesse auf die selbstlose „Heldin“ stürzten. 

Eine selbstlose Geste der Liebe und Menschlichkeit

Da sie ihr jüngstes Kind ebenfalls noch stillte, war es für Celeste kein Problem, sich auch um das fremde Baby in Not zu kümmern und legte es an ihre Brust. „Es wollte mich gar nicht wieder loslassen“, berichtet Ayala. „Es hat aufgehört zu weinen – und streichelte mich auch. Das Baby habe nicht nur Hunger gehabt, sondern auch Zuwendung gebraucht“, so Ayala weiter. Diesen Moment hielt ihr Kollege Marcos Heredia im Bild fest und postete es auf Facebook.

Darunter schrieb er: „Ich möchte diese großartige Geste der Liebe öffentlich machen, die du heute für dieses kleine Baby gemacht hast, das du nicht kanntest, aber für das du nicht gezögert hast, wie eine Mutter zu handeln. Es war dir egal, ob er „dreckig oder stinkend“ war, denn das war es, das ihn das Krankenhauspersonal nannte. Gut gemacht, Kollegin.“

Baby begann sofort zu trinken

Als Celeste das Baby an ihre Brust gelegt hatte, beruhigte sich der Kleine und begann sofort zu trinken. Für diese altruistische Aktion bekam sie viel Lob. Nicht nur von ihrer Familie und Freunden. Auch von fremden Menschen auf der ganzen Welt. Marcos Post auf Facebook wurde binnen kürzester Zeit viral und erreichte bisher über 155.000 Reaktionen. 

Die Polizistin Celeste Ayala hat bewiesen, dass sie aus vollster Überzeugung „Freund und Helfer“ ist, in diesem Fall sogar „Mutter“ für ein fremdes Baby in Not.

Auch der zuständige Minister der Provinz Buenos Aires, Cristian Rotondo, sah den Post und lud Ayala daraufhin ein, um ihr persönlich zu danken. Sie sei ein Beispiel für die Art von Polizeiarbeit, die ihn stolz mache, schrieb der Minister auf Twitter.

Und auch wir finden: Solche Helden des Alltags gibt es viel zu selten und haben es verdient gebührend gefeiert zu werden! 

stol/vs

stol