Freitag, 13. Mai 2016

Pollenflug im April besonders intensiv

Die Auswertungen des Biologischen Landeslabors zeigen: Im April war der Pollenflug auffallend intensiv. Spitzenreiter waren die Hopfenbuche und die Birke.

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Foto: © shutterstock

Es handelt sich um einen Ausnahmefrühling: Das bestätigen die jüngsten Auswertungen im Biologischen Labor der Landesumweltagentur, die es sich bereits seit 20 Jahren zur Aufgabe macht, den Pollenflug zu beobachten.

Bereits im Spätwinter fielen Erle, Hasel und Ulme durch intensiven Pollenflug auf. Im März erreichte der Pollenflug der Pappel im Vinschgau Rekordwerte und in den ersten drei Aprilwochen ließen außerordentlich hohe Pollenkonzentrationen der Hopfenbuche an allen drei Messstationen des Landes staunen.

Pollenindex lag im April 3 mal höher als normal

 

Im April erreichte der Pollenindex der Hopfenbuche in den Bozner Luftproben mehr als das Dreifache des langjährigen Mittelwertes, in Bruneck und Schlanders über das Vierfache. In der ersten Aprilwoche wurden insbesondere in Bozen - zeitgleich mit der kräftigen und stabilen Südwestströmung, die auch Saharastaub über das Mittelmeer bis zu den Alpen transportiert hat – ungewöhnlich lange, sehr hohe Pollenbelastungen festgestellt: Die mittleren Tageskonzentrationen schwankten von 1000 bis sogar über 4000 Pollen pro Kubikmeter Luft.

"Das Erreichen der Blühbereitschaft und die produzierte Pollenmenge hängt von Bedingungen während eines oft langen Zeitraumes vor der Blüte ab. Sobald die windblütigen Bäume blühbereit sind, steuert das vorherrschende Wetter die Pollenausschüttung", sagt Edith Bucher, Biologin am Biologischen Labor.

"Die ersten drei Aprilwochen waren fast durchwegs frühlingshaft warm, zum Teil sogar frühsommerlich, dies hat den Pollenflug sehr begünstigt." Vor allem Hopfenbuche und Birke bestimmten im April das Pollenspektrum und machten vielen Pollenallergikern das Leben schwer.

stol

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