Keine Abhilfe, aber für gezielte Infos, damit man den Pollen möglichst aus dem Weg gehen kann, sorgt das Biologische Labor der Landesumweltagentur.Es arbeitet wöchentlich einen Pollenflugbericht aus, der im Südtiroler Bürgernetz einsehbar ist. Wer will, kann sich den aktuellen Bericht auch per E-Mail schicken lassen.Heuer ist die Natur in diesem Jahr wegen der bisher tiefen Temperaturen etwas im Rückstand. "Anfang März war der Pollenflug in den Tälern gegenüber dem Vorjahr um etwa eine Woche verzögert, gegenüber 2008 sogar um etwa zwei bis drei Wochen", so die Pollenexpertin Edith Bucher vom Biologischen Landeslabor, die betont, dass die frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage allerdings dafür sorgten, dass die Natur nun rasch aufhole. Der Blühbeginn der windblütigen Bäume und Sträucher könne sich im Frühjahr je nach Temperatur um einige Wochen verschieben, weshalb der Pollenflug jährlich untersucht werde. Im Etschtal beginnt üblicherweise in der dritten Märzdekade der Pollenflug der Birke. „Allergiker, die bisher vom Heuschnupfen verschont blieben, dürfen sich aber nicht zu früh Hoffnungen machen“, so Bucher. In diesen Tagen öffnen sich im Süden des Landes die reifen Blütenkätzchen der Birke, und Birkenpollen zählen auch in Südtirol zu den wichtigsten Heufiebererregern. Bei Schönwetter ist zu Ostern mit großer Wahrscheinlichkeit in den Haupttallagen, besonders im Etschtal, mit intensivem Pollenflug der Birke zu rechnen. Birkenpollenallergiker, die sich ihre Osterfeiertage nicht vermiesen lassen wollen, weichen daher besser in höhere Lagen, über die man sich im Bürgernetz ebenfalls informieren kann, aus. Auch die letzte Ausgabe des elektronischen Pollen-Newsletters befasst sich mit der Allergenkarenz in Südtirols Hochtälern. Abonnieren kann diesen ebenfalls auf den Webseiten des Informationsdienstes, wo sich auch ältere Ausgaben des Newsletters finden.