Der Staat hat entschieden, den Universaldienst für die Post der Poste Italiane AG zu übertragen. Dies vorausgeschickt, seien alle Ideen, man könne auch andere Dienstleister damit beauftragen, hinfällig, meint der Landeshauptmann. <BR /><BR />Derzeit verhandelt er mit der Post noch über fällige Strafzahlungen aus dem letzten Jahr. Die Post muss laut Vereinbarung mit dem Land an sechs Tagen pro Woche Briefe und Zeitungen bis 13 Uhr zustellen. „Allerdings erweist sich die Kontrolle als schwierig, denn wer weiß schon, wann die Post eingeworfen wurde, wenn er nicht zu Hause war“, erklärt Kompatscher.<BR /><BR />Allemal hat der Landtag dem Landeshauptmann für die Verhandlungen den Rücken gestärkt. „Und an dieses Mandat aufgrund eines Antrags von Andreas Leiter Reber werde ich mich halten“, sagt Kompatscher.<h3> Rückkehr zu früheren Arbeitszeiten der Briefträger</h3> Konkret geht es um eine Rückkehr zu den früheren Arbeitszeiten der Briefträger, die um 7 Uhr begannen und um 13 Uhr endeten. Damit würde der Job für viele Südtiroler wieder attraktiv. Dies umso mehr, als Zusatzqualifikationen – wie die Zweisprachigkeit – besser honoriert werden sollen. <BR /><BR />Allerdings gibt es zwei Haken. „Die Post hat die Arbeitszeiten eingeführt, damit Briefträger auch Pakete ausbringen können und die treffen spät am Morgen ein“, erinnert Kompatscher. Haken zwei dürfte das Geld sein: Die Post macht einen Umsatz von 13 Milliarden Euro und einen Gewinn von 2,2 Milliarden. Sieben Millionen Euro aus Südtirol machen das Kraut nicht fett. <BR /><BR />Kompatscher lässt sich vor Verhandlungen nie in die Karten schauen. Bleibt man aber beim Beschlussantrag von Leiter Reber, so hat der Landtag wörtlich genehmigt, dass die Mittel für die Anerkennung zusätzlicher Qualifikationen „aus dem Landeshaushalt“ kommen sollen.