Mittwoch, 04. April 2018

Post wird künftig in Bozen sortiert und verteilt

Die Post aus und nach Südtirol macht künftig keinen Umweg über Verona mehr, sondern wird direkt in Bozen sortiert und verteilt. Auf den Sendungen wird dann auch nicht mehr der Poststempel Verona, sondern ein dreisprachiger Poststempel Bolzano/Bozen/Bulsan aufscheinen.

Künftig wird die Post von Südtirol an Südtirol wieder in Bozen sortiert und verteilt. - Foto: DLife
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Künftig wird die Post von Südtirol an Südtirol wieder in Bozen sortiert und verteilt. - Foto: DLife

Nachdem es sich bei einem Großteil der Postsendungen um lokale Post handelt, also um Post, die von Südtirol nach Südtirol gesendet wird, kommt dies in erster Linie den Südtirolern zugute, da sich - besonders sprachlich bedingte - Fehlzustellungen drastisch verringern dürften. Dank kürzerer Transportwege wird auch die Umwelt Gewinn daraus ziehen.

Nach zweimonatigen Vorbereitungen hat das Südtiroler Verteilungszentrum in der Reschenstraße in Bozen offiziell seinen Betrieb wiederaufgenommen. Es war 2003 endgültig geschlossen worden, nachdem bereits seit 1992 die Verteilung der Südtiroler Post nach Verona verlagert und der Südtiroler Poststempel durch jenen von Verona ersetzt worden war.

„Autonomiepolitischer Erfolg für Südtirol“

„Am 5. April 2017 habe ich in Rom das Abkommen mit der Post unterzeichnet. In der Zwischenzeit ist es uns gelungen - trotz Führungswechsel bei der italienischen Postgesellschaft -  vier wesentliche Inhalte des Abkommens umzusetzen und damit die Voraussetzungen für bessere Postdienste in Südtirol zu schaffen“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei seinem Besuch im wiedereröffneten Verteilungszentrum am Mittwoch. Es handle sich um einen „autonomiepolitischen Erfolg für die gesamte Südtiroler Bevölkerung“.

Die Wiederinbetriebnahme Verteilungszentrums in Bozen ist nur einer der Punkte dieses Abkommens. Das Abkommen beinhaltet zudem die Beibehaltung aller Postämter samt Personal, die Postverteilung an sechs Wochentagen sowie die Beauftragung eines eigenen lokalen Personaldirektors, dem alle Postangestellten in Südtirol unterstellt sind. Das Land Südtirol trägt über das Mailänder Abkommen von Ende 2009, das unter anderem Südtirols Beteiligung an der Abdeckung der Staatsschulden regelt, zur Finanzierung dieser Qualitätsverbesserungen der Postdienste in Südtirol bei.

Nicht nur alle 129 Postämter seien beibehalten worden, vielmehr sei die Anzahl der Postämter mit der Wiedereröffnung der Poststelle in Steinmannwald auf 130 angestiegen, so Kompatscher weiter. Die Postzustellung an 6 Tagen in der Woche sei garantiert, auch nach der italienweiten Einschränkung der Postzustellung im November vergangenen Jahres. Die Einstellung neuen Personals und die Beauftragung eines eigenen Postpersonaldirektors für Südtirol seien weitere Schritte zu mehr Qualität der Postdienste in Südtirol, sagte Landeshauptmann Kompatscher.

lpa

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stol