Samstag, 21. April 2018

Postpartale Depression häufig unbehandelt

Ein Baby ist für die allermeisten Mütter und Väter das größte Glück auf Erden. Doch statt eines strahlenden Lächelns ist nicht wenigen Frauen in der Schwangerschaft und/oder Stillzeit nur zum Heulen.

Nicht immer ist das Mutterglück so ungetrübt.
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Nicht immer ist das Mutterglück so ungetrübt. - Foto: © shutterstock

10 bis 15 Prozent der Frauen erkranken nämlich genau in dieser Zeit an länger anhaltenden Depressionen, rund 30 Prozent  an Angststörungen.  Sehr oft bleiben die Beschwerden unbehandelt. Leichte Gemütsschwankungen in den ersten Wochen nach der Geburt sind nicht ungewöhnlich, erklärt Primar der Psychiatrie-Abteilung am Krankenhaus von Bozen, Andreas Conca. „Fast 80 Prozent der Mütter sind gereizt, haben weniger Geduld und das Gefühl, wegen jeder Kleinigkeit weinen zu müssen.“ 

50 Prozent der postpartalen Depressionen unerkannt

Diese postpartale kurze depressive Verstimmung wird Baby-Blues genannt und klingt normalerweise innerhalb weniger Wochen spontan ab. Etwa 10 bis 15 Prozent der Frauen entwickeln aber eine länger anhaltende Depression innerhalb der ersten 6 Monate nach der Geburt. „Man vermutet, dass 50 Prozent der postpartalen depressiven Erkrankungen weder diagnostiziert noch behandelt werden.

D/wib

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol