Samstag, 16. Juni 2018

Postpolizei: Info-Kampagne trägt Früchte

Die Staatspolizei - Post- und Kommunikationspolizei Abteilung Bozen - führt seit Jahren Informations-Treffen mit Schulen und Vereine durch, wobei heikle Themen wie Privatsphäre im Internet, Sexting, Kinderpornografie, das Surfen und der Jugendschutz, Facebook und soziale Netzwerke, Online-Betrugsmaschen und Eigentumsdelikte behandelt werden.

Am Ende des Schuljahres 2017/2018 hat die Postpolizei 158 Treffen abgehalten, bei denen rund 12.000 vor allem Kinder und Jugendliche angesprochen und aufgeklärt wurden. - Foto: Postpolizei
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Am Ende des Schuljahres 2017/2018 hat die Postpolizei 158 Treffen abgehalten, bei denen rund 12.000 vor allem Kinder und Jugendliche angesprochen und aufgeklärt wurden. - Foto: Postpolizei

Die Polizei zieht am Ende des Schuljahres Bilanz und teilt mit, dass ihre Arbeit bereits Früchte trägt. Am Ende des Schuljahres 2017/2018 hat die Postpolizei 158 Treffen abgehalten, bei denen rund 12.000 vor allem Kinder und Jugendliche angesprochen und aufgeklärt wurden. 120 dieser Treffen wurden in deutscher Sprache abgehalten. Durch Videomaterial versuchten die Beamten den Kindern und Jugendlichen ernste Themen spielerisch und anschaulich nahezubringen.

Oberinspektor Ivo Plotegher, Verantwortlicher der Post-und Kommunikationspolizei in Bozen, beschreibt einige der Hauptgefahren, die im Internet, vor allem für Kinder und Jugendliche, lauern.

Im Internet lauern verschiedenste Gefahren

Von dem Moment an, wo ein Kind oder ein Jugendlicher ein Smartphone oder allgemein Zugang zu einem PC hat, ist er potentiellen Risiken ausgesetzt. Wenn Fotos/Videos (meist Selfies) mit peinlichem Inhalt (das sog. Sexting-Phänomen) gemacht und anschließend mittels Chat oder sozialer Netzwerke verbreitet oder veröffentlicht werden, kann dies negative Folgen haben. Man kann Opfer von Erpressung, von Mobbing oder Online-Mobbing werden. Auch für das spätere Leben kann das Verbreiten von unangemessenen Inhalten Folgen haben. Man denke zum Beispiel an ein Vorstellungsgespräch: Der zukünftige Arbeitgeber hat die Möglichkeit sich im Netz über einen zu informieren.

Eine weitere Gefahr: Kinder können trotz installierter „Kindersicherungen“ Webseiten anschauen, deren Inhalte für ihr Alter und ihre Entwicklung ungeeignet sind. Außerdem kann eine übermäßige Nutzung des Netzes zu Formen von Abhängigkeit führen. Sind Kinder und Jugendliche in Sozialen Netzwerken „unterwegs“, besteht auch eine erhöhte Gefahr, in die Fänge von Pädophilen zu geraten. 

Kampagne äußerst wichtig und sinnvoll

Die Kampagne der Postpolizei ist deshalb äußerst wichtig und sinnvoll, daß sie Früchte trägt zeigen die rückläufigen Zahlen in Bezug auf Online-Mobbing oder Belästigungen im Netz. Die Sensibilisierungskampagne und die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei, Schulen, Vereinen und Eltern tragen Früchte. Dieser Aufgabenbereich nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert in der Arbeit der Postpolizei ein.

stol

stol