Dienstag, 03. Dezember 2019

Postpolizei und EVZ arbeiten gemeinsam gegen Betrug im Netz

Das einzige Mittel gegen Online-Betrügereien scheint Vorabinformation zu sein – zu diesem Fazit kommen die Experten des Europäischen Verbraucherzentrums, der Postpolizei und von Onlineschlichter.it am Ende eines Treffens, welches am Dienstag in Bozen stattfand.

Die Experten des Europäischen Verbraucherzentrums  arbeiten eng mit der Postpolizei zusammen.
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Die Experten des Europäischen Verbraucherzentrums arbeiten eng mit der Postpolizei zusammen. - Foto: © EVZ

Nur wenige Tage nach Black Friday und Cyber Monday haben sich in Bozen die Juristen des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ), die Vertreter der Staatspolizei – Abteilung der Polizei für Post und Fernmeldewesen, der Experte der Verbraucherzentrale im Bereich Telekommunikation und der Verantwortliche von Onlineschlichter.it getroffen. Thema des Treffens war die wunderbare Welt des Internets, eine Welt voller Möglichkeiten, Angebote, aber auch und vor allem eine Welt voller Betrügereien.

Die dem EVZ im Jahr 2019 am häufigsten gemeldeten Fälle betrafen die Nichtlieferung von online gekauften Waren, tatsächlich gelieferte, aber beschädigte Produkte und Probleme im Zusammenhang mit der Ausübung des Rücktrittsrechts. Verbraucher berichten , dass sie ein Produkt erhalten haben, das sich völlig von dem bestellten unterscheidet: „Zum Beispiel eine Sonnenbrille für ein paar Euro anstelle von Designerschuhen“, berichtet Isolde Brunner vom EVZ und ergänzt, dass es sich normalerweise um chinesische Verkäufer handelt. „Der Einkauf außerhalb der EU, in der Regel von China, ist eine Problematik, die nicht nur den Schutz der Verbraucherrechte als solche betrifft. Wir müssen auch versuchen, die Öffentlichkeit im Hinblick auf die Umweltbelastungen beim Kauf von so weit entfernten Ländern zu sensibilisieren“, erzählt Julia Rufinatscha vom EVZ.

Negative Auswirkungen auf die Finanzen der Nutzer haben allerdings die tatsächlichen Betrugsfälle. Nach den Erfahrungen von Rebecca Berto, Rechtsberaterin des EVZ, haben sich 2019 zweifellos die Berichte von Verbrauchern, die in Online-Trading-Plattformen investiert und dabei große Geldbeträge verloren haben, erhöht.

„Viele Betrügereien könnten von Anfang an vermieden werden, wenn man mit ein wenig gesundem Menschenverstand und Skepsis in der Welt des Internets agieren würde“, sagt Monika Nardo, Leiterin des EVZ Bozen.

stol