Schon 30 Tage ohne Alkohol zeigen erstaunliche Ergebnisse, darunter verbessertes Wohlbefinden, erholsameren Schlaf sowie das Purzeln so mancher Kilos. <BR /><BR />Das gewohnte Bier im Kreise des Vereins nach der Musikprobe oder nach dem Sport, der „unverzichtbare“ Aperitivo mit den Freundinnen, das eine oder andere Gläschen als Stresslöser oder einfach zum Runterkommen – Gelegenheiten, um mit Alkohol anzustoßen, gibt es zuhauf. <BR /><BR />Gerade in Südtirol gehört ein gutes Gläschen noch zum guten Ton, während man sich beim Verzicht auf Alkohol oft rechtfertigen muss. Tatsächlich ist Alkohol eine Art soziales Schmiermittel, wobei die schädlichen Auswirkungen vielfach kleingeredet werden oder kaum bekannt sind. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1257441_image" /></div> <BR />„Wir rufen dazu auf, für einen Monat auf jeglichen Alkohol zu verzichten, bereits dann stellen sich viele positive Effekte auf das Wohlempfinden und die Gesundheit ein“, versichert Dr. Meraner. Die sog. „Dry January“-Kampagne (dt: „trockener Januar“) ist eine weltweite Bewegung, um den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen, indem man an 30 Tagen im Jänner möglichst auf Alkohol verzichtet. Als positive Effekte nennt die Initiative, die hierzulande vom Forum Prävention, dem Gesundheitsressort und dem Sanitätsbetrieb getragen wird, ein gestärktes Immunsystem, einen besseren Schlaf, ein klareres Denkvermögen sowie ein erhöhtes Energieniveau. Je weniger Alkohol man konsumiere, desto positiver wirke sich das auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aus – so die prägnante Formel.<BR /><BR /><BR />Am besten verzichte man darauf vollumfänglich, denn: Bereits ab dem ersten Tropfen Alkohol ist nach neuesten Studien von einer schädigenden Wirkung auszugehen. Dr. Meraner stellt klar: „Alkohol ist ein Zellgift, das den gesamten Körper schädigt und für eine Vielzahl von Krankheiten und Störungen verantwortlich ist.“ <BR /><BR /><b>Bestärkende Rückmeldungen</b><BR /><BR />In dieser Hinsicht bewirke die genannte Kampagne allemal ein Umdenken. Allein die Rückmeldungen, die sie selbst im Zuge der ersten beiden Südtiroler „Dry-January“-Ausgaben vernommen hat, seien vielversprechend gewesen. Viele beteiligte Leute konnten von positiven Erfahrungen berichten, darunter einem entspannteren Lebensgefühl, tieferem Schlaf, mehr Lust auf Bewegung sowie dem Purzeln so mancher überschüssiger Kilos. „Alkohol ist eine absolute Kalorienbombe“, weiß Dr. Meraner, jedes Gramm reiner Alkohol enthält sieben Kilokalorien.<BR /><BR /><b>Hoher Alkoholkonsum in Südtirol</b><BR /><BR />Wie aus den Daten der PASSI-Studie hervorgeht, liegt der Alkoholkonsum in Südtirol über dem nationalen Durchschnitt, mehr als ein Drittel der Bevölkerung legt ein Risikoverhalten (Rauschtrinken oder übermäßigen Konsum) an den Tag. Auf der anderen Seite gebe es aber in bestimmten Gruppen sehr wohl ein gestiegenes Problembewusstsein und immer mehr Menschen, die dem Alkohol komplett abgeschworen haben. Folglich ist es auch nicht überraschend, dass immer mehr Gäste im Restaurant oder an der Bartheke nach alkoholfreien Getränken verlangen. Auf diese Trends müsse reagiert werden, weshalb die „Dry January“-Kampagne neben dem KVW und weiteren Organisationen auch vom Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) unterstützt wird.