Seit 1. Februar greift die neue Wohnbauförderung. Der Immobilienbesitz der Eltern spielt keine Rolle mehr, die Einkommensstufen wurden deutlich angehoben und die Mindestzahl von 20 Punkten abgeschafft. Aber: Nicht nur die Grödner Bürgermeister haben Probleme mit der Obergrenze für den Kaufpreis, der bei Einpersonenhaushalten bei 490.000 Euro, bei zwei Familienmitgliedern bei 670.000 Euro, bei drei bei 780.000 Euro liegt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1274076_image" /></div> <BR />„Auch bei uns ist das ein Problem. Die Immobilienpreise liegen in Corvara bei 11.500 Euro und mehr pro Quadratmeter“, sagt Bürgermeister Roman Crazzolara. Für 50 Quadratmeter sind da schnell 550.000 Euro fällig, für 100 auch über eine Million. Mit der Obergrenze blicken Einheimische in den hochpreisigen Gemeinden aber durch die Finger und bekämen keinen Beitrag. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/ansaessige-fallen-durchs-raster-preisobergrenze-sorgt-in-groeden-fuer-kritik" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><BR /><BR />„Ein Thema auch für mehrere Gemeinden im Hochpustertal“, verweist der Innichner Bürgermeister Klaus Rainer darauf, dass sich in seiner Gemeinde Wohnungen mit 10.000 Euro aufwärts je Quadratmeter niederschlagen. <h3> Landesregierung kann Limit nach oben heben</h3>„Mir ist das Problem bekannt. Die Landesregierung kann laut Gesetz bei besonderen Anforderungen das Limit nach oben heben und darüber werden wir in der Landesregierung nochmals reden“, sagt Landesrätin Ulli Mair. Dazu gebe es bereits Anfragen aus den Gemeinden.<BR /><BR />Warum aber braucht es eine Obergrenze, wenn der Beitrag für eine Einzelperson immer 35.000 Euro, für zwei Personen 52.000 Euro beträgt, egal wie groß die gekaufte Wohnung ist? Zum einen stellte sich die Politik die Frage, ob jemand tatsächlich einen Beitrag braucht, wenn er sich eine Wohnung um eine Million Euro leisten kann. „Für 35.000 Euro eine ewige Konventionierung und die Sozialbindung in Kauf zu nehmen, wird sich jeder gut überlegen“, sagt Mairs Ressortchef Luca Critelli.<h3> Obergrenze soll als Preisbremse wirken</h3>Zum anderen herrscht die landläufige Meinung, dass sich die Landesförderung 1:1 auf den Kaufpreis niederschlägt. „Hier soll die Obergrenze als Preisbremse wirken“, meint Landesrätin Mair. Oft sei es leider so, dass man ein Problem löst, damit aber ein neues schaffe.<BR /><BR />„Dass Preise mit der Obergrenze billiger werden, wäre der Idealfall und super. Ich tu mich aber schwer, das zu glauben“, sagt dazu Bürgermeister Roman Crazzolara. Dass die Landesregierung über Ausnahmen berate, sei wünschenswert. „Es kann nicht sein, dass Einheimische bei der Förderung benachteiligt werden, denn sie müssen hier leben“, so Crazzolara.