Sonntag, 06. Januar 2019

Priester in Chile in Laienstand versetzt

Ein weiterer chilenischer Priester ist vom Papst wegen Missbrauchsvorwürfen in den Laienstand versetzt worden. Der ehemalige Polizeikaplan hatte den Papst selbst um diesen Schritt gebeten, wie das Bistum von Talca mitteilte.

Papst Franziskus
Papst Franziskus

Das Kirchenoberhaupt habe den Antrag des 64-Jährigen „zum Wohle der Kirche“ bewilligt.

Das Bistum von Talca hatte im August 2018 nach ersten Ermittlungen befunden, dass die Beschuldigungen gegen den Priester „glaubwürdig“ seien.

Er soll 1985 einen Minderjährigen missbraucht haben, wie der Rundfunksender Bio Bio am Wochenende berichtete.

Die Tat sei jedoch für die chilenische Justiz verjährt.

Papst Franziskus hatte bereits im Oktober des vergangenen Jahres zwei frühere chilenische Bischöfe wegen Missbrauchsvorwürfen in den Laienstand versetzt.

apa

stol