„Dolomiten“: Herr Primar Häfner, warum verlassen Sie das Bozner Krankenhaus?Dr. Michael Häfner: Weil es viele Probleme gibt, die nie gelöst wurden.„D“: Woran hat es gemangelt?Dr. Häfner: Spitalsintern hat rein medizinisch die Unterstützung gefehlt. Gerätschaften, die auszutauschen wären. Die Medizin entwickelt sich permanent, aber wir haben hier Gerätschaften, die 15 Jahre alt sind und mehr. Damit lässt sich nicht Medizin machen, die dem Stand der Dinge entspricht. Die Maschinen bremsen das eigene Tun. Es fehlen zudem Ersatzteile. All dies erschwert das Arbeiten. Man versteht eigentlich nicht, wie die Ressourcen eingesetzt werden.„D“: Sie kamen im November 2016 nach Bozen. Damals haben sich andere Hoffnungen auf den Chefarzt-Posten gemacht...Häfner: Als Mann aus dem Norden war mir diese Denke, dass das Dienstalter zählt, um für einen Posten prädestiniert zu sein, völlig fremd. Ich wurde in Wien mit 40 Primar, aber nicht weil ich genug Jahre zusammen hatte.Interview: Luise Malfertheiner D