7 Primariate werden zur Zeit geschäftsführend geführt, weil deren Chefärzte wegen eines Rekurses von Dr. Gaia Weissmann – bis vor Kurzem geschäftsführende Primaria der Pädiatrie – das Südtiroler Auswahlverfahren zu den Primarernennungen angefochten und zu Fall gebracht hat. <BR /><BR />Deswegen mussten und müssen allein am Meraner Krankenhaus die Auswahlverfahren für 7 Primarstellen – landesweit sind des insgesamt 52 – neu durchgeführt werden. „Es sind dies die Primarstellen für die Abteilungen Neurologie, Anästhesie und Wiederbelebung, Orthopädie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Innere Medizin, Physische Reha und Basismedizin Meran“, sagt Luca Armanaschi, Verwaltungsdirektor des Sanitätsbetriebs.<BR /><BR />„Wir haben 80 Primarswettbewerbe abzuwickeln. Prioritär sind dabei die 52 Primarernennungen, die wegen des Rekurses hinfällig geworden sind, auch um den betroffenen Leuten die Unsicherheit zu nehmen und um Ruhe in den Sanitätsbetrieb hineinzubringen“, sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner.<BR /><BR />Das Primariat für Anästhesie und Wiederbelebung soll laut Armanaschi bis Ende des Jahres wieder fix besetzt sein – ehemaliger und geschäftsführender Primar ist Dr. Matthias Bock. Das Neurologie-Primariat – wird geschäftsführend von Raffaele Nardone geführt – soll innerhalb April 2025 wieder einen Primar mit Brief und Siegel haben. Für weitere Primariate wie für die Orthopädie, geschäftsführend geführt vom bisherigen Primar Wilhelm Berger, sei man auf der Suche nach Mitgliedern für die Bewertungskommission. „Das ist sehr aufwändig. Dafür ist eine Mitarbeiterin eigens abgestellt“, sagt Armanaschi.<BR /><BR />Abgesehen von den Chefarztstellen, die wegen des Rekurses ins Trudeln geraten sind, gilt es in Meran aber 4 weitere vakante Primariate zu besetzen. Es sind dies die Geriatrie, die mit dem Abgang von Dr. Christian Wenter vor mehr als einem Jahr, ohne Primar ist. „Hier sind wird auch auf der Suche nach den Kommissionsmitgliedern“, sagt Armanaschi. <BR /><BR />Vakant ist auch die Primarstelle der Urologie seit Ende vergangenen Jahres mit der Kündigung von Dr. Christoph Gamper. „Innerhalb Ende April – könnte auch früher sein – soll ein Nachfolger da sein“, erklärt Armanaschi. Mitte Juli im heurigen Jahr folgte der Sprung in die Pension des Gynäkologie-Primars Dr. Herbert Heidegger. „Hier ist der Wettbewerb noch nicht veröffentlicht“, sagt Armanaschi. Jüngst verabschiedete sich auch Dr. Gaia Weissmann, geschäftsführende Primaria der Pädiatrie, geschäftsführender Primar ist Dr. Torsten Wurster. Seit Ex-Primar Helmuth Egger 2021 das Meraner Spital verlassen hat, war diese Stelle nicht mehr fix nachbesetzt worden.<BR /><BR />Und noch ein Loch in der Führungsetage wird sich mit Ende des Jahres auftun, denn Dr. Verena Perwanger, Primaria der Abteilung Psychiatrie, verabschiedet sich in die Pension. Dr. Perwanger ist zwar erst 63 Jahre alt und könnte mit der neuen Regelung bis 72 Jahre arbeiten, aber sie hat sich für die Pension entschieden. „Ich könnte weitermachen, aber ich will nicht, weil es reicht“,sagt Dr. Perwanger. Sie leitet seit 26 Jahren die Psychiatrie als Chefärztin.<BR /><BR />Die Führungskräfte seien die wichtigsten Figuren für die Mitarbeiter, auch was Motivation und Zukunft betreffe, sagt Messner. „Primare sind ein Mehrwert und sie sind schwer zu finden“, sagt Gesundheitslandesrat Messner.