Samstag, 24. Juli 2021

Pro Jahr ertrinken mehr als 200.000 Menschen

Jedes Jahr sterben nach Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mindestens 236.000 Menschen durch Ertrinken. Mehr als doppelt so viele, wie durch Brände, Hitze oder andere Verbrennungen ums Leben kommen. Um diese vermeidbaren Todesfälle zu reduzieren und Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, hat die WHO den 25. Juli zum Aktionstag ernannt. Sie ruft Länder in aller Welt auf, Menschen besser vor den Gefahren des Ertrinkens zu schützen.

Nicht immer können Retter den Tod von Schwimmern verhindern.
Nicht immer können Retter den Tod von Schwimmern verhindern. - Foto: © APA/ANP / PHIL NIJHUIS
So sollten Kinder ab etwa sechs Jahren schwimmen lernen. Am meisten gefährdet sind laut WHO Kinder von einem bis vier Jahren, gefolgt von Kindern bis neun Jahren. 60 Prozent der Todesfälle passieren in der Region westlicher Pazifik und Südostasien.

Die WHO empfiehlt neben dem Schwimmunterricht unter anderem, Brunnen und Teiche abzusichern, damit Kinder dort nicht ins Wasser fallen können und auch in ärmeren Ländern Kindertagesstätten, wo kleine Kinder beaufsichtigt werden können, wenn ihre Familien beschäftigt sind.

Kleine Kinder ertrinken viel schneller als Erwachsene, auch haben Kinder noch den sogenannten Totstellreflex. STOL-Reporter Ivo Zorzi hat im Lido Leifers mit dem Bademeister-Ausbilder Thomas Thurner über die größten Gefahren für Kinder im Wasser gesprochen.

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Bei der WHO-Gesamtzahl von 236.000 Todesfällen sind Bootsunglücke nicht mit gerechnet. Zusätzlich verweist die WHO darauf, dass die wahre Zahl wahrscheinlich höher liegt, weil nicht in allen Ländern alle Todesfälle durch Ertrinken angegeben werden.

apa/stol