Das Komitee ProAltVor hatte im Frühjahr 2012 den Antrag auf Abhaltung einer Volksabstimmung mit folgender Fragestellung eingebracht: „Sind Sie für die Errichtung einer Seilbahnverbindung zwischen Brixen und St. Andrä mit Überflug des Brixner Talkessels – Ja oder Nein?“ Die Fachkommission der Gemeinde gab ein negatives Gutachten ab mit der Begründung, dass die Fragestellung nicht klar genug formuliert sei, da sich mit dem Begriff „Talkessel“ das Gebiet des Überflugs nicht eindeutig und genau abgrenzen lasse. Die Volksabstimmung müsse hingegen aufgrund von einer klaren und eindeutig formulierten Frage erfolgen, der Wählerwille für die Verwaltung klar erkennbar sein, damit diese die weiterführenden Entscheidungen treffen könne. "Dass die Argumentation der Fachkommission nachvollziehbar und richtig war, bestätigte das Verwaltungsgericht nun in seiner Urteilsbegründung. Darin wird u.a. präzisiert, dass auch der vom Komitee favorisierte Standort in Milland – je nach Begriffsbestimmung - einen Überflug des Talkessels bedeute. Eine Volksabstimmung, so das Verwaltungsgericht, setze hingegen eine Fragestellung voraus, die so eindeutig formuliert ist, dass die Verwaltung einen klaren Auftrag für die weitere Vorgehensweise erhält, im konkreten Fall eben, ob die Seilbahn bzw. an welchem konkreten Standort sie aus Wählersicht zu realisieren sei", erklärt die Gemeinde Brixen.Pürgstaller für VolksabstimmungBürgermeister Albert Pürgstaller zeigt sich zufrieden mit der Entscheidung des Verwaltungsgerichts, nun gebe es Klarheit. „Der Bau der Seilbahn ist nur vom Standort Bahnhof aus realistisch,“ so Pürgstaller, "dies haben auch die jüngsten Aussagen des neuen Mobilitätslandesrats Florian Mussner bestätigt, wonach das Land weiterhin voll und ganz hinter dem Gesamtkonzept einer Neugestaltung des Bahnhofs mit Anbindung an die Plose steht."Nun wolle er gemeinsam mit den Fraktionssprechern noch einmal die Möglichkeit einer Volksabstimmung mit der schon geprüften Fragestellung zum Standort Bahnhof durchspielen, so der Bürgermeister. Diese könnte, sofern vom Gemeinderat initiiert, im Herbst stattfinden. Jede andere Fragestellung oder Initiative könne aufgrund der Sperrfristen für die Wahlen frühestens Ende 2015 oder Anfang 2016 behandelt werden. "Alternativ", so Bürgermeister Pürgstaller, "muss die Entscheidung auf politischer Ebene getroffen werden."