„Am einfachsten ist es, einen gültigen Pass zu haben“, heißt es dazu im Passamt der Quästur Bozen. Dem pflichtet auch Benedikt Galler, Geschäftsführer des Gemeindenverbands bei. Immer mehr Länder – alle im Schengen-Raum, die meisten EU-Länder, aber auch Staaten, mit denen Italien ein Abkommen geschlossen hat – akzeptieren aber auch eine gültige Identitätskarte als Einreisedokument. Der Haken daran: Ist die Identitätskarte verlängert, kann es zu Problemen kommen – sogar in EU-Ländern. Darauf verweist auch das Ministerium. Offiziell sei das Dokument bis zum ersten Verfallsdatum gültig. Ein zweiter Stempel, der die Verlängerung bestätigt, könne auch gefälscht sein, daher werden verlängerte Identitätskarten oft nicht akzeptiert. „Seit rund eineinhalb Jahren haben alle Identitätskarten eine Gültigkeit von zehn Jahren. Derzeit verfallen aber noch einige, die vorher ausgestellt worden waren und nur fünf Jahre lang gelten. Sie können für weitere fünf Jahre verlängert werden“, erklärt Galler. Diese Möglichkeit, die der Staat den Bürgern einräume, sei zwar gut gemeint, habe aber zu einigen Problemen geführt. „Vor allem vor dem Sommer – viele unserer Mitarbeiter wussten nichts von diesem Problem“, räumt Galler ein. Inzwischen seien die Mitarbeiter der Meldeämter informiert und würden auch die Bürger auf diese Tatsache hinweisen. „Es kostet zwar mehr, die Identitätskarte neu zu machen, statt sie zu verlängern, aber man schließt Probleme mit der Einreise aus“, sagt Galler. Ein Problem, mit dem die Gemeinden seit kurzem konfrontiert seien, sei jenes der Kinderausweise: Die neuen gelten nur noch ein Jahr (die alten behalten ihre Gültigkeit bis zum Verfallsdatum). „Das ist ein großer bürokratischer Aufwand, aber wohl in Zeiten von vielen Scheidungen notwendig“, meint Galler.uli/D