Gerade noch rechtzeitig bekommt der 33-Jährige den Jungen zu fassen, ehe diesen in der starken Strömung die Kräfte verlassen.<BR /><BR />„Ich hörte Hilfeschreie und sah den Jungen, der gegen die Strömung ankämpfte. Mir wurde klar, dass ich keine Zeit zum Nachdenken hatte. Ich sprang in den Fluss und schwamm gegen die Strömung an. Die Strömung war wirklich stark, aber es gab keine Alternative, der kleine Junge war erschöpft und verlor seine Kräfte“, berichtet Federico Vanelli gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa von der dramatischen Situation, die er am Samstag erlebt hat.<BR /><BR />Zugetragen hat sich der Vorfall in der Nähe der lombardischen Stadt Lodi am Fluss Adda. Der 12-Jährige war ins Wasser gestürzt und drohte in den Fluten zu ertrinken.<BR /><BR />„Ich bekam den Jungen zu fasse und hielt ihn fest, um ihn ans andere Ufer zu bringen. Dann vergewisserte ich mich, dass es ihm gut ging“, fährt Vanelli fort.<h3> Glücklicher Zufall</h3> Dass der Bronzemedaillengewinner im Mannschaftswettbewerb im Schwimmen bei den Weltmeisterschaften 2017 in Budapest sich genau im richtigen Moment am richtigen Ort befand, war ein glücklicher Zufall. „Eigentlich hatte ich andere Pläne, aber Freunde bestanden darauf, dass ich mit ihnen einen entspannten Nachmittag am Fluss verbringen sollte.“<BR /><BR />„Dieses Ereignis“, so Vanelli , „hat meiner gesamten Sportkarriere einen zusätzlichen Sinn gegeben. Der schwierigste Moment war, als ich, nachdem ich den Jungen ans Ufer zurückgebracht hatte, voller Adrenalin beschloss, zum gegenüberliegenden Ufer zurückzuschwimmen, von dem ich gesprungen war. Das war der Moment, in dem ich die ganze Müdigkeit spürte.“<h3> „Habe an nichts anderes gedacht“</h3>„Ich bin überzeugt, dass man in einem Moment wie diesem – wenn man auch nur ein Leben retten kann – um nichts in der Welt zurückschrecken sollte, wenn man die Fähigkeiten dazu hat“, schreibt Vanelli auf Facebook. „In diesem Moment habe ich an nichts anderes gedacht als daran, das Kind zu retten.“