„Die momentanen Temperaturen sind keineswegs normal“, sagt Dieter Peterlin. „Es ist sehr kühl für die wärmste Zeit des Jahres.“ In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden in St. Jakob in Pfitsch zwei Grad gemessen, in Sexten drei Grad und in Bruneck sechs Grad. <BR /><BR />Es war die kühlste Nacht im Juli. Trotzdem sind es keine Rekordwerte, auch wenn sie unter dem Durchschnitt liegen, meint Peterlin. Aber immerhin: Es ist der kühlste Juli seit elf Jahren; um 0,5 Grad kühler als im Durschnitt 1991 bis 2020, aber ein Grad wärmer als im Durchschnitt 1961 bis 1990.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1195482_image" /></div> <BR /><BR />Seit zwei Wochen weht eine Nordströmung nach Südtirol, sodass die kühle Luft aus dem hohen Norden deutlich wahrnehmbar ist. Im Juni hingegen gab es wochenlang Südstrom von der Sahara – mit entsprechender Hitze. <h3> „Verlässliche Vorhersagen können das Wetter nur zehn Tage voraussagen“</h3>Für den Landesmeteorologen war es schon lange klar, dass die vielfach kolportierten Langzeitprognosen von Mai nicht seriös sein könnten, denenzufolge uns in diesem Jahr ein Rekordsommer ins Haus stünde. „Verlässliche Vorhersagen können das Wetter nur zehn Tage voraussagen“, erklärt er. Man könne allgemein nie sagen, ob es einen Rekordsommer geben werde oder nicht. <BR /><BR />„Auch wenn wärmere Temperaturen durch die Folgen des Klimawandels sehr wahrscheinlich sind.“ Nachrichten eines Rekordsommers würden eben immer gerne gelesen, treffsicher seien sie trotzdem nicht immer.<h3> „Am Wochenende wird es wechselhaft“</h3>Im Vergleich zur letzten Woche kann man jetzt schon einen Temperaturanstieg feststellen. „Am Wochenende wird es wechselhaft“, prognostiziert Peterlin. „Danach sollte es aber wieder wärmer werden.“ Fazit: Man kann zwar mit keiner Hitzewelle rechnen, aber mit sommerlichen 30 Grad. <BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/wetter" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Mehr zum Wetter in Südtirol finden Sie hier auf der STOL-Wetterseite. </a></b>