Freitag, 11. März 2016

Projekt Jenesiener Seilbahn: In 34 Metern Höhe über die Talfer

Ein besserer Anschluss für die Seilbahn Jenesien an das Bozner Stadtzentrum ist das Ziel. Die Planung läuft und lässt aufmerksam werden. Denn neben der Talstation nahe Siegesdenkmal soll es entlang der Talferwiese drei bis zu 34 Meter hohe Stützen geben, um über die Talfer hinweg bis zur Mittelstation zu gondeln.

Die Planung: So soll die neue Zubringerbahn zur Seilbahn Bozen-Jenesien aussehen. Start ist an der Talferbrücke.
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Die Planung: So soll die neue Zubringerbahn zur Seilbahn Bozen-Jenesien aussehen. Start ist an der Talferbrücke.

Die neue Seilbahn Bozen-Jenesien startet an der Talferbrücke. Das hatte die Landesregierung am 22. Dezember abgesegnet und dafür 25,4 Millionen Euro bereitgestellt (STOL hat berichtet). Die Planung ist im Laufen. 

Im Flug über die Talfer

Laut Projekt soll der Anschluss an die bestehende Seilbahn über eine einseitige Pendelbahn erfolgen. Eine Kabine soll die Menschen von der neuen Talstation die 1605 Meter bis zur Mittelstation - die derzeit bereits bestehende Talstation an der Sarntaler Straße - bringen. 

So soll die neue Bahn die Menschen von der Station an der Talferbrücke bis zur bestehenden Jenesiener Seilbahn bringen. 

Um diese Strecke mit der Bahn zurückzulegen, wird die neue Trasse über drei Stützen verfügen. Diese sind laut Planung 18,71 Meter, 34,35 Meter und 31,10 Meter hoch. Ihre Position lässt sich anhand der orangen Punkte in der Karte ablesen. 

Die Kabinenbahn überquert dabei die Rad- und Fußgängerwege ebenso, wie die Talfer. Sie soll 45 Personen Platz bieten und somit 270 Personen pro Stunde transportieren können.

Die neue Talstation an der Talferbrücke

Als Startpunkt der "Gondelzubringerfahrt" wird unweit des Siegesplatzes an der Grieser Seite der Talferbrücke ein Neubau - sprich die neue Talstation - entstehen. 

Die neue Talstation unweit des Kreisverkehres am Siegesdenkmal. 

Der Neubau soll neben den Dienst- und Lagerräumen sowie den seilbahntechnischen Anlagen auch einen Infopoint und Geschäftsfläche beherbergen ebenso wie 100 überdachte Fahrradabstellplätze, interne Abstellplätze für Räder und e-Bikes (zugänglich mit Südtirol-Pass), einen Warteraum und drei sogenannte Kiss-and-Ride-Parkplätze. 

Umsteigen nach der Talferfahrt

Nach drei Minuten Fahrt kommt der Nutzer dann an der jetzigen Talstation an - und muss dort auf die bestehende Bahn umsteigen. „Beide Seilstücke sind dabei synchron getaktet, damit es für die Fahrgäste keine Wartezeiten beim Umsteigen gibt“, erklärte Mobilitätslandesrat Florian Mussner diesbezüglich. 

Von der Mittelstation bis zur Bergstation Jenesien dauert es dann rund sieben Minuten.

stol/ker

stol