Mittwoch, 6. April 2022

PROMEMORIA_AUSCHWITZ: Die Reise der Erinnerung 2022

2022 werden sich wieder junge Menschen aus Südtirol und dem Trentino suchend und fragend auf die “Reise der Erinnerung“ begeben. Jedoch wird es dieses Jahr anders sein als in den vergangenen Jahren, denn in Europa ist wieder Krieg.

PROMEMORIA_AUSCHWITZ: Die Reise der Erinnerung 2022 führt zu den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen. - Foto: © ADGJ

Seit 2011 können jährlich über 160 junge Menschen im Alter von 17 und 25 Jahren am Bildungsprojekt „Promemoria_ Auschwitz: Die Reise der Erinnerung - Il viaggio della Memoria“ teilnehmen. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen und den Organisatoren des Projektes der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Arciragazzi und Deina Südtirol.

Nachdem im vergangenen Jahr die Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in digitaler Form angeboten wurde, machen sich auch dieses Jahr wieder über 160 junge Menschen auf diese besondere Reise. Dieses Jahr ist das Ziel der Reise jedoch ein anderes, jedoch stets soll die Reise junge Menschen ermutigen hinzuschauen statt wegzusehen.

Reise zu KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine haben die Organisatoren des Jugendbildungsprojektes bewogen, das Ziel des Projektes „Promemoria_Auschwitz: Die Reise der Erinnerung | Il viaggio della Memoria“ zu ändern. Die Reise der Erinnerung führt die Teilnehmenden zu KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen und auf die Spuren der Vergangenheit der Stadt Wien.

Ihr tragt keine Schuld für das was passiert ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn es euch nicht interessiert.
Esther Bejarano, Auschwitz-Überlebende


Das KZ Mauthausen war ein Zentrum eines Systems von mehr als 40 Lagern zwischen 1938 und 1945. Mauthausen war Bestandteil einer Verfolgungsmaschinerie, mittels welcher Menschen in weiten Teilen Europas und darüber hinaus terrorisiert wurden. Die Gefangenen des Lagers stammten dementsprechend aus mehr als vierzig unterschiedlichen Ländern. Von den insgesamt etwa 190.000 hier inhaftierten Personen – Männer Frauen und Kinder – wurden mindestens 90.000 getötet.

*Zeichen für Wichtigkeit des Erinnerns

Die Reise der Erinnerung ist ein Erinnern an jene Menschen, die in dieser Zeit getötet und verfolgt wurden, aber auch ein Zeichen setzen, für die Wichtigkeit des Erinnerns für Gegenwart und Zukunft. Unter den sowjetischen Überlebenden der verschiedenen Nazilager, die im Frühjahr 1945 die Orte verließen, an denen sie jahrelang gefangen wurden, waren sehr viele Russen und Ukrainer. Sie teilten mit allen die Hoffnung, Zeugen und Akteuren einer neuen, befreiten und friedlichen Welt zu werden.

In den Vorbereitungstreffen und auf der Reise stehen deshalb Themen wie die Zeit des NS-Regimes und dessen Folgen, die Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen, der Widerstand gegen die Tyrannei des Nationalsozialismus, aber auch die Förderung des Bewusstseins der Bedeutung des Erinnerns und die damit verbundene aktive Bürgerschaft und der Blick nach vorne im Mittelpunkt.

Gemeinsam mit den Südtiroler Teilnehmenden werden sich zeitgleich Teilnehmende aus dem Trentino auf die Reise der Erinnerung nach Wien bzw. zu den Gedenkstätten Mauthausen und Gusen machen und es werden so .

stol

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