Herr und Frau Südtiroler heben gerne mal das ein oder andere Glas – sei es zum Geburtstag, an Silvester oder beim geselligen Abendessen mit Freunden. Wer jedoch einen Monat lang auf Alkohol verzichtet, tut nicht nur seinem Körper Gutes, sondern kann auch bewusster seinen Konsum reflektieren. Genau hier setzt die „C0,0L-Challenge“ an, die in Südtirol zum dritten Mal stattfindet. Teilnehmer stellen sich der Herausforderung, 30 Tage lang auf alkoholische Getränke zu verzichten. So tragen sie dazu bei, für die Gefahren des Zellgiftes zu sensibilisieren und gleichzeitig die Vorurteile jenen gegenüber abzubauen, die ohnehin auf den Alkoholgenuss verzichten.<h3> Idee stammt aus Großbritannien</h3>Seinen Ursprung hat der Dry January in Großbritannien, wo 2011 ein Sportler den ganzen Jänner auf Alkohol verzichtete, um sich auf einen Wettkampf vorzubereiten. Die „C0,0L-Challenge“ geht in Südtirol einen Schritt weiter, verbindet den Verzicht mit Reflexion, Motivation und Mitmachaktionen.<h3> Initiative zur Prävention</h3>Wie Gesundheitslandesrat Dr. Hubert Messner betont, sei die Kampagne eine Einladung dazu, sich bewusst mit seinem Konsum auseinanderzusetzen und Abstand zum Suchtmittel zu gewinnen. „Wir sehen in der Initiative eine Präventionsmaßnahme, die darüber hinaus auch die Gesundheitskompetenz und Selbstverantwortung stärkt“, so Messner. Auch Bettina Meraner, geschäftsführende Primarin des Dienstes für Abhängigkeitserkrankungen, unterstreicht die Bedeutung der Aktion: „Sie ist mittlerweile ein fixer Bestandteil im Landespräventionsplan.“ Ziel sei es, alle Altersgruppen anzusprechen – junge Menschen, um frühzeitig schlechte Gewohnheiten zu verhindern, ältere, um eine Vorbildfunktion zu vermitteln. Für Sanitätsdirektor Dr. Josef Widmann geht es bei der „C0,0L-Challenge“ vor allem um die Chance, die eigenen Lebensgewohnheiten „mit wachem Geist und offenen Augen zu reflektieren und bewusste Entscheidungen zu treffen“.<h3> Challenge läuft noch bis 31. Jänner – und darüber hinaus</h3>Um möglichst viele zum Mitmachen zu bewegen, wurde die Kampagne breit gestreut: 2.000 Plakate wurden gedruckt, 5.000 Postkarten fanden ihren Weg in Arztpraxen, Jugenddienste und Krankenhäuser, wie die Projektverantwortliche Anna Maria Anstein berichtet. Um sich gegenseitig zu motivieren und über die Erfahrungen eines alkoholfreien Monats auszutauschen, gibt es einen WhatsApp-Channel sowie die App Try Dry, die als digitales Tagebuch das Wohlbefinden dokumentiert und Erfolge sichtbar macht. Bis 31. Jänner heißt es also: Prost – aber bitte ohne Promille. Wer besonders motiviert ist, kann die Challenge bis Ostern verlängern und aus 30 Tagen 100 Tage machen.www.coolcomma0.com<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259442_image" /></div>