Dienstag, 15. Dezember 2020

Protest gegen Kontrollen auf der Mendel

Als Schikane bezeichnen die Kalterer Freiheitlichen in einer Pressemitteilung die „häufiger werdenden Grenzkontrollen am Mendelpass, dem Kalterer Hausberg“.

Im Bild ein Fahrzeug der Ordnungshüter auf der Mendel bei Kontrollen auf der Mendel oberhalb von  Kaltern.
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Im Bild ein Fahrzeug der Ordnungshüter auf der Mendel bei Kontrollen auf der Mendel oberhalb von Kaltern. - Foto: © Freiheitliche
„Viele Kalterer Familien gehen zum Wandern oder Rodeln auf die Mendel, viele Familien haben auf der Mendel Zweitwohnungen oder Mendelhütten“, erklären die Freiheitlichen Gemeinderäte in Kaltern, Dietmar Zwerger und Florian von Ach.

Dies gehöre zur Geschichte und Tradition des Dorfes, betonen sie. Viele Mendelhütten und Wanderwege liegen auf Kalterer Gebiet, aber auf dem Weg dorthin müsstendie Bürger rund 150 Meter auf der Mendelpassstraße durchs Gemeindegebiet Ruffré fahren. „Und dort schlagen die Ordnungshüter gnadenlos zu“, heißt es in der Aussendung.

Laut den Freiheitlichen häufen sich die Geldbußen, die in die Hunderte von Euro gehen, da laut dem jüngsten Corona-Gesetzesdekret die Region nicht verlassen werden darf. „Für den Rest des Stiefelstaates gilt, man darf die Region nicht verlassen, für uns gilt die Provinz. Wir Südtiroler sind also eingesperrt. Damit können wir eigentlich zwar leben, was jedoch am Mendelpass gespielt wird, entbehrt jeder Logik und ist eine reine Abzocke der Bürger Kalterns und der umliegenden Gemeinden“, heißt es in der Aussendung.

Die Freiheitlichen fordern die Südtiroler Landesregierung auf, in dieser Sache beim Regierungskommissariat und den staatlichen Organen, zu denen sie ja allzu freundschaftlichste Beziehungen pflegen, zu intervenieren. „Es muss möglich sein, 150 Meter durch das Trentino zu fahren, wenn das Ziel wieder in Südtirol liegt“, so die beiden Gemeinderäte unisono.

stol