Blut strömt, der Mann wird bewusstlos. „Ist es das, was wir tun müssen?“, soll der Arbeiter und Gewerkschafter geschrien haben. „Ci dobbiamo tagliare?“Am Mittwochmorgen haben sich die Arbeiter mit Journalisten getroffen, berichten italienische Medien am Donnerstag. Die Pressekonferenz fand fast 400 Meter unter Tage statt. Dort protestieren die Arbeiter seit Sonntag (STOL hat berichtet).Vor den Journalisten und vor laufenden Kameras habe der Mann dann plötzlich ein Messer gezückt und sich selbst verletzt.Weder Presse noch Kollegen hätten mit der Tat gerechnet.Mann außer Lebensgefahr – Arbeiter: „Wir sind verzweifelt“Der Mann sei ins Krankenhaus gebracht worden, sei außer Lebensgefahr. Die Verletzungen seien nur oberflächlich.Jedoch werde der Arbeiter trotzdem nicht aus der Klinik entlassen, sein psychischer Zustand gebe Grund zur Sorge, so die Medien weiter.„Wir sind verzweifelt“, haben die Arbeiter auf der Pressekonferenz am Mittwoch verkündet. Mit dem Streik wollen die Minenarbeiter erzwingen, dass die Regierung in Rom ein geplantes Projekt sauberer Energie für die Mine bald beschließt, um bedrohte Arbeitsplätze zu sichern.Wenn das nicht rasch komme, sei die Mine am Ende, sagen sie.Doch Gerüchte besagten, die Regierung zeige sich desinteressiert, so hieß es.Napolitano: „Bin mir sicher, dass wir eine Lösung finden“Nach dem Vorfall in der Mine hat sich Staatspräsident Napolitano zu Wort gemeldet. Er verstehe, den Kampf, den die Arbeiter führten. „Ich bin mir sicher, dass wir eine Lösung finden.“Die Online-Ausgabe der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ berichtet am Donnerstag von „guten Nachrichten am fünften Protest-Tag der Minenarbeiter“: Laut dem Staatssekretär im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung Claudio De Vincenti stehe die Schließung der Mine zum 31. Dezember nirgends geschrieben.Die Mine gehöre nämlich zu 100 Prozent der Region Sardinien. Deshalb entscheide diese auch über eine eventuelle Schließung. Für Regierung aber seien auch „alternative Lösungen möglich“, so De Vincenti.stol