<BR />Bei den drei Männern, die am Donnerstag zwei Balkone des Wohnkomplexes besetzt und gedroht haben, in die Tiefe zu springen, weil sie seit Monaten kein Geld gesehen haben, habe es sich nicht um Arbeiter gehandelt, sondern um Unternehmer, die ihrerseits als Subunternehmer an der Baustelle beteiligt waren, sagt der einheimische Unternehmer. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/bauarbeiter-drohen-sich-von-balkon-zu-stuerzen-wieder-protest-auf-der-baustelle" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat über den Vorfall berichtet)</a><BR /><BR />Er habe Aufträge für bestimmte Bereiche auf der Baustelle vom Generalbauunternehmen übernommen und dann wegen Zeitdrucks und fehlender eigener Kapazitäten weitere Firmen mit Arbeiten beauftragt. Die protestierenden Männer seien somit als Subunternehmer tätig gewesen. <BR /><BR />Der Unternehmer bestätigt, dass es offene Rechnungen gebe, die er grundsätzlich auch bezahlen wollte. Allerdings müssten für die ordnungsgemäße Abrechnung der Leistungen alle Unterlagen über die Unternehmen und die auf der Baustelle eingesetzten Beschäftigten beim Arbeitsinspektorat hinterlegt sein. Genau diese Dokumentation sei nicht vollständig vorgelegen und habe sich nun über Monate hingezogen.<BR /><BR />Aus Sicht des Unternehmers seien die Proteste vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar. Dennoch wolle er die Angelegenheit möglichst rasch klären und habe sich deshalb am Donnerstag auf der Baustelle bereit erklärt, in der kommenden Woche erneut an einer Einigung mitzuwirken. Schon im Sommer sei er den Arbeitern, die – als letztes Glied in der Kette – keinen Lohn erhalten hatten, mit einem Vorschuss entgegengekommen.