Mittwoch, 16. August 2017

Proteste gegen Bärenabschuss

Die Bärin KJ2 ist am Samstag im Trentino von Männern der Forstwache erschossen worden, da sie eine Gefahr für die Menschen dargestellt habe. Die Folge sind zahlreiche Protestaktionen von Tierschutzorganisationen im Trentino.

KJ2 wurde zum Abschuss freigegeben und am Samstag getötet. Tierschützer laufen seitdem Sturm. - Im Bild: Die betäubte Bärin KJ2 vor einigen Monaten, als man ihr einen Peilsender eingesetzt hat.
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KJ2 wurde zum Abschuss freigegeben und am Samstag getötet. Tierschützer laufen seitdem Sturm. - Im Bild: Die betäubte Bärin KJ2 vor einigen Monaten, als man ihr einen Peilsender eingesetzt hat. - Foto: © D

Die Bärin KJ2 hatte vor einigen Wochen einen Mann bei einem Spaziergang in der Nähe von Terlago angegriffen. Außerdem konnte durch eine Genanalyse nachgewiesen werden, dass sie innerhalb 2 Jahren zwei Menschen angefallen und verletzt habe. (STOL hat berichtet)

Der Landeshauptmann vom Trentino Ugo Rossi entschied sich als oberster Zuständiger zum Schutz der Bevölkerung für eine Tötung des Tieres und hat ein Abschussdekret erlassen. 

Tierschützer sprechen von „Mord“

Die Tierschützer üben seitdem scharfen Protest und sprechen von „Mord“. 

„Was sich im Trentino abgespielt hat, ist eindeutig eine Straftat an den Tieren, der Natur und der Biodiversität“, empört sich die gesamtstaatliche Tierschutzvereinigung Enpa und hat zum Boykott von Trentiner Produkten aufgerufen.

Auch bei der WWF gehen die Wogen hoch. In einer Aussendung heißt es , man werde gerichtlich gegen den Abschuss vorgehen. WWF hat bereits gegen das von Rossi erlassene Abschussdekret Rekurs eingereicht.

stol

stol