Nach der Beurteilung von Experten wurde entschieden, dass auch in diesem Frühjahr auf eine Behandlung des Falter-Befalls vom Hubschrauber aus verzichtet werden kann.Das Ausmaß des Befalls sei durchwegs sehr gering und nur kleinflächig, so das Forstinspektorat Schlanders.Auch seien die Gespinste unterdurchschnittlich groß und beinhalten im Schnitt weniger als 100 Larven. Der Falter bleibe dennoch weiterhin unter genauer Beobachtung.Die größte Gefahr sind allergische ReaktionenIn den Jahren zwischen 1999 und 2011 mussten teilweise bis zu 600 Hektar im Bereich zwischen Naturns und Mals mit einem biologischen Bacillus thuringiensis-Präparat behandelt werden.Dies deshalb, da neben der Schwächung des Schutzwaldes durch den Nadelfraß die Härchen der Raupen auch Allergien beim Menschen auslösen können. Die Symptome reichen von Juckreiz über Hautreizungen bis hin zu möglichen Schleimhautentzündungen.Daher ist der Kontakt mit den Raupen zu meiden, auch sollten die Nester an den Bäumen nicht berührt werden und der unmittelbare Bereich stark befallener Bäume gemieden werden, mahnt das Forstinspektorat Schlanders.Als mittel- bis langfristige Maßnahme betreibt das Forstinspektorat weiterhin das erfolgreiche Projekt "Umstrukturierung", die Umwandlung der Schwarzföhrenforste in laubholzreiche Mischwälder.Dabei werden seit mehr als 15 Jahren dem Standort angepasste Laubhölzer, vor allem Flaumeiche und Blumenesche, gepflanzt.In diesem neu entstandenen Mischwaldbereichen können sich die natürlichen Gegenspieler der Prozessionsspinner-Larven besser behaupten und langfristig bringt nur dieser naturnahe laubholzreiche Mischwald Sicherheit und ökologische Stabilität.lpa