Freitag, 06. Oktober 2017

Prügelattacke im Vinschgau: Jetzt spricht die Betroffene

Am Donnerstagvormittag haben sich in Tarsch äußerst unschöne Szenen abgespielt. Ein Erntehelfer verletzte eine einheimische Bäuerin mit mehreren Faustschlägen. Hatte es zunächst geheißen, dass dem körperlichen Angriff ein Streit vorausgegangen war, stellt die Bäuerin am Freitag fest: „So war es nicht.“

Ein Erntehelfer hatte eine einheimische Bäuerin mit mehreren Faustschlägen verletzt.
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Ein Erntehelfer hatte eine einheimische Bäuerin mit mehreren Faustschlägen verletzt. - Foto: © shutterstock

Gegen 7.30 Uhr waren am Donnerstag Rettungskräfte zu einem Bauernhof in Tarsch oberhalb von Latsch gerufen worden. Ersten Informationen zufolge hatte ein slowakischer Erntehelfer eine Bäuerin mit mehreren Faustschlägen mittelschwer verletzt, sie musste anschließend ins Meraner Krankenhaus gebracht werden (STOL hat berichtet). Zunächst hieß es, der körperlichen Attacke sei ein Streit vorausgegangen.

Das stimme aber nicht, hält die Betroffene, eine 45-jährige Tarscherin, am Freitag STOL gegenüber fest. Sie hatte am Donnerstagvormittag den Eindruck gehabt, dem Erntehelfer ginge es psychisch nicht gut und hatte deswegen die Rettungskräfte verständigt. In der Zwischenzeit, so die Bäuerin weiter, hätte sie beruhigend auf den Slowaken eingeredet.

„Von einer Sekunde auf die andere hat er mich dann angegriffen und an die 10 Faustschläge verpasst“, erzählt die Bäuerin am Tag danach. Der Eskalation der Situation sei aber keineswegs ein Streit vorausgegangen.

Der Erntehelfer konnte nur mit Mühe von anwesenden Personen überwältigt werden. Er bekam eine Beruhigungsspritze und wurde ins Krankenhaus gebracht. 

stol

stol