Sonntag, 15. Juli 2018

Public Viewing: Nicht überall bleibt es trocken

Wenn um 17 Uhr Frankreich im Finale der WM 2018 in Russland auf Kroatien trifft, wird es viele Südtiroler und auch Gäste zum Public Viewing ziehen. Doch nicht überall spielt das Wetter mit.

Wer holt sich den WM-Titel? Frankreich oder doch Kroatien?
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Wer holt sich den WM-Titel? Frankreich oder doch Kroatien? - Foto: © shutterstock

Gemeinsam auf den Fußball-Weltmeister anstoßen – das kann man am heutigen Sonntagabend bei verschiedenen „Public Viewings“ in ganz Südtirol.

Etwa am Meraner Thermenplatz, wo die Fußball-Fans das Spiel ab 17 Uhr bei einem Bierchen auf der 4 x 2 Meter großen LED-Wand sehen können. Mitfiebern heißt es auch auf dem Eppaner Festplatz, wo die Handballer vom ASV Eppan einladen, oder in der Malser Fußgängerzone. Südtirols größtes Public Viewing aber findet im UFO in Bruneck statt. Auf sieben Bildschirmen und zwei Leinwänden kann bei einem leckeren WM-Burger mitgefiebert werden.

Ob das Wetter auch überall mitspielt, ist jedoch fraglich: „Es kann am Abend in ganz Südtirol während dem Finale zu kurzen Gewittern kommen. Wo und wann es passiert, ist schwer vorherzusagen. Wenn, dann halten die Gewitter aber nur kurz an“, weiß Landesmeteorologe Dieter Peterlin.

Sommerliche Halbbilanz

Am heutigen 15. Juli findet nicht nur das WM-Finale statt, am Sonntag ist auch Halbzeit des diesjährigen meteorologischen Sommers. Zeit für eine Zwischenbilanz.

„Bisher war der Sommer 2018 um rund 1,5 Grad Celsius wärmer als im langjährigen Durchschnitt der Periode 1981-2010, aber nicht wärmer als im letzten Jahr“, so Peterlin. Bisher gab es keine ausgeprägte Hitzewelle, auch die Nächte waren meist erträglich mit lediglich 4 Tropennächten mit über 20 Grad Celsius in Bozen.

„Zwar gab es viele Gewitter mit knapp 21.000 Blitzeinschlägen, aber auch hier wurden nicht mehr als im vergangenen Jahr gemessen. Die Sonne schien etwas länger als üblich, in Bozen gab es rund 30 Stunden Sonne extra im Vergleich zum Durchschnitt. Geregnet hat es demensprechend um 20 bis 30 Prozent weniger.“

Alles in allem also ein warmer Sommer ohne extreme Ausreißer. „Unser Wetter wird nach wie vor von einer Westströmung bestimmt, das Afrikahoch schafft es nicht bis zu uns herauf. Die große Hitze bleibt somit im Süden Italiens hängen.“

stol/Z

stol