296 Fälle des „Codice rosso“, um zügig und resolut gegen Gewalt an Frauen vorgehen zu können, wurden seit Ferraris Amtsantritt registriert. Er betont, wie wichtig es sei, dass die Polizei bei Stalking und häuslicher Gewalt schnell und sensibel reagiere. 83 Verwarnungen wurden ausgesprochen. Diese Maßnahme sei eine Art „gelbe Karte“ für mutmaßliche Täter und könne bereits frühzeitig verhindern, dass die Situation eskaliert. Betroffene Frauen fordert Ferrari deshalb auf, ohne Angst eine solche Verwarnung zu beantragen, wie er gegenüber der italienischen Tageszeitung „Alto Adige“ berichtet.<h3> Ausweisungen: Mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr wurden effektiv durchgeführt </h3>Auch bei den Ausweisungen sind die Zahlen deutlich gestiegen: 136 wurden seit Ferraris Amtsantritt angeordnet, gegenüber 85 im Vorjahr. 70 wurden tatsächlich durchgeführt – mehr als dreimal so viele wie im Jahr zuvor (22). Gleichzeitig wurden 21.662 Aufenthaltstitel ausgestellt. Die Wartezeit für deren Ausstellung konnte von 272 auf 180 Tage verkürzt werden.<BR /><BR />Beim Thema Sicherheit setzt Ferrari auf regelmäßige und koordinierte Kontrollen in besonders sensiblen Bereichen. Am Obstmarkt habe sich die Situation nach mehreren Einsätzen und Gesprächen mit Anwohnern deutlich verbessert. Schwerpunktkontrollen gibt es außerdem am Dominikanerplatz, im Kapuzinerpark und am Pfarrplatz.<h3> Insgesamt zeigt sich Ferrari zufrieden mit der Arbeit seiner Polizistinnen und Polizisten</h3>Auch der Drogenhandel bleibt ein Schwerpunkt. Ferrari betont, dass das Problem nicht nur ausländische Bürgerbetreffe. Der sichtbare Straßenhandel werde zwar häufig von Ausländern betrieben, dahinter stünden jedoch größere kriminelle Strukturen. Die Ermittlungen der Polizei führten auch zu Netzwerken, die über Bozen hinaus bis in andere Städte, Regionen und ins Ausland reichen. Deshalb müsse man nicht nur den Straßenhandel, sondern vor allem die dahinterstehenden Strukturen bekämpfen.<BR /><BR />Insgesamt zeigt sich Ferrari zufrieden mit der Arbeit seiner Polizistinnen und Polizisten. Sicherheit brauche vor allem konsequente Präsenz, Zusammenarbeit und schnelle Reaktionen. Auch bei den Olympischen Winterspielen habe sich das italienische Sicherheitsmodell laut Ferrari bewährt und internationale Anerkennung erhalten.