„Dolomiten“: Was hat sich seit Ihrem Amtsantritt im Mai 2013 in Südtirol verändert? Quästor Lucio Carluccio: Als ich vor dreieinhalb Jahren nach Südtirol kam, sprach man von dem Land als Insel der Seligen. Und genau dies traf ich damals auch an: eine gut funktionierende Verwaltung, eine intakte Umwelt und fleißige Menschen. Und genau das gibt es in Südtirol noch immer. Verändert hat sich anscheinend aber das Sicherheitsgefühl bei den Südtirolern.„D“: Können Sie nachvollziehen, warum sich immer mehr Südtiroler nicht mehr sicher fühlen? Carluccio: Ich verstehe dieses Gefühl von mangelnder Sicherheit, das heute viele Menschen hier haben. Allerdings ist es ein komplexes Thema. Die Südtiroler waren es über Jahrzehnte hinweg nicht gewohnt, ihre Haustüren zusperren zu müssen. Die Menschen hier mussten erst lernen, auch selbst für den Schutz ihrer Güter zu sorgen. Sie mussten lernen, dass Sicherheitstüren und Überwachungskameras Einbrecher abschrecken. Wir können nicht vor jedes Haus oder hinter jedes Fahrrad einen Beamten stellen. Aber die Kleinkriminalität in Südtirol ist zweifelsohne angestiegen. _______________________ Lesen Sie das ausführliche Interview von „Dolomiten-Redakteur“ Michael Eschgfäller mit Quästor Lucio Carluccio in der Dienstagsausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.