Ein Jahr nach der Katastrophe, bei der 11 Bergsteiger ihr Leben verloren, wird die Überwachung und Erforschung des Marmolada-Gletschers fortgesetzt: Dabei wurde in den letzten Tagen ein Radargerät getestet, das in der Lage ist, das Eis zu durchdringen und das Geschehen unter der Oberfläche des Gletschers zu analysieren.<BR /><BR /><BR />An diesem Projekt waren Forscher des Fachbereichs für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Universität Trient sowie Mitarbeiter der Hubschraubereinheit der Autonomen Provinz Trient beteiligt. <h3> Gerät soll Informationen über Dicke und das Vorhandensein von Wasser im Inneren des Gletschers liefern</h3> Die gewonnenen Daten werden nun von den Forschern analysiert, um herauszufinden, ob das Instrument geeignet ist, Informationen über die Dicke und das Vorhandensein von Wasser im Inneren des Gletschers zu liefern. <BR /><BR />Das Prinzip, auf dem das Gerät beruht, ist dasselbe wie das des Rime (Radar for Icy Moon Exploration), des Weltraumradars, das von einem Team internationaler Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Lorenzo Bruzzone entwickelt und untersucht wurde und das jetzt mit der Juice-Sonde (Jupiter Icy Moon Explorer) zu den Jupitermonden unterwegs ist. <h3> Katastrophe jährt sich zum ersten Mal – 11 Menschen starben</h3>Am Montag, 3. Juli 2023 war es ein Jahr her, seit ein riesiger Gletscherbruch an der Marmolata 11 Personen in den Tod riss. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/marmolata-katastrophe-jaehrt-sich-zum-ersten-mal-11-menschen-sterben" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Zum ersten Jahrestag des verheerenden Fels- und Gletschersturzes wurde auf der Marmolata eine Messe für die Opfer der Katastrophe gefeiert und im Anschluss eine Gedenktafel angebracht.</a><BR /><BR />Am 3. Juli des Vorjahres donnerten rund 63.300 Kubikmeter Eis ins Tal und rissen Felsen und Steine mit sich. Etliche Bergsteiger wurden auf der Hauptaufstiegsroute von den Wasser- und Geröllmassen erfasst, 9 Italiener und 2 Tschechen kamen ums Leben. Ein Mann und eine Frau aus Deutschland wurden schwer verletzt.<BR /><BR />Das große Loch in dem Gletscher ist weiterhin gut sichtbar. <b><i><BR /><BR />Im Video sehen Sie die gewaltige Abbruchstelle, gefilmt am 4. Juli 2022:</i></b><BR /><BR /> <video-jw video-id="aUfGUt2r"></video-jw> <BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/tag/Katastrophe%20an%20der%20Marmolata" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Mehr zur Katastrophe an der Marmolata lesen Sie hier. </a></b>