Ortspolizeichef Christian Carli sieht die Neuerung positiv, streut aber auch kritische Töne ein. <BR /><BR />Motorisierte Verkehrsteilnehmer sollten sich wieder verstärkt auf Kontrollen einstellen – und das ist auch gut so. Das ist in wenigen Worten der Standpunkt von Ortspolizeichef Christian Carli im Hinblick auf die Verschärfung der Geschwindigkeitskontrollen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1337919_image" /></div> <BR />Möglich macht es – wie berichtet – das neue Dekret von Verkehrsminister Salvini, mit dem die jahrzehntelange Unsicherheit über den rechtmäßigen Einsatz von Radargeräten endlich ad acta gelegt werden soll. Am vergangenen Samstag folgte vonseiten des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums noch die Präzisierung über die Anzahl der zugelassenen Geräte in Südtirol: Von insgesamt 59 aufgestellten Radargeräten entsprechen deren 18 nicht den rechtlichen Anforderungen und müssen abgeschaltet werden. Die restlichen 41 Geräte hingegen sind rechtskonform und können für die Messungen und etwaige Strafbescheide eingesetzt werden. Zählt man dann noch die 28 bewilligten Messgeräte der Nachbarprovinz Trentino dazu, dann kommt man auf 69 zugelassene Radargeräte in der Region. <BR /><BR /><b>Unterm Strich 69 zugelassene Radargeräte in der Region</b><BR /><BR />„Radarkontrollen sind ein probates Mittel, um etwa jene 20 Prozent der Verkehrsteilnehmer einzubremsen, die sich wenig um Regeln und somit auch um vorgeschriebene Geschwindigkeitslimits scheren“, sagt Carli. Wenn man sich mit ihm unterhält, so merkt man schnell: Die Materie zehrt an den Nerven.<BR /> Das hat einerseits mit immer wieder neuen Vorschriften zu tun, andererseits mit dem Gegenwind vieler Verkehrsteilnehmer. Worte wie „Wegelagerer“ oder „Abkassierer“ stoßen ihm sauer auf. Ebenso sei es kontraproduktiv, wenn „Meldungen über die Position der Blitzer umgehend im Radio bekanntgegeben werden“. <BR /><BR />Deshalb präzisiert Carli: „Wir achten nur auf die Einhaltung der Regeln. Wenn wir uns vergegenwärtigen, wie viele Unfälle mit Verletzten und Toten sich auf unseren Straßen zutragen, dann müsste so mancher Auto- und Motorradfahrer von ganz allein den Fuß vom Gaspedal nehmen.“ <BR />Der Ortspolizeichef plädiert aber auch für eine mitunter „etwas seriösere bzw. realistischere Bewertung“ der Tempolimits. So gelte beispielsweise an diversen Straßenabschnitten ein 50er-Limit, wo eigentlich alle Voraussetzungen für ein 70er-Limit sprechen würden. Allerdings sei auch diese Vorsichtsmaßnahme wieder jenem kleineren Teil der Verkehrsteilnehmer zu verdanken, die sich einfach nicht an Regeln halten wollen.