„Sie verlassen jetzt die pestizidfreie Zone“, war auf einem Schild zu lesen, das die Veranstalter aufgestellt hatten. An Gäste und Einheimische verteilten die Umwelt-Aktivisten Atemschutzmasken. Wer wollte, konnte auch in einen weißen Schutzanzug schlüpfen, heißt es in einer Aussendung. „Rund 30 Radfahrer kamen dieser Aufforderung nach und demonstrierten damit spontan für einen rücksichtsvolleren Umgang mit den gefährlichen Giften“, schreibt Alexander Schiebel im Namen der Pestizidgegner in Weiß.Das Ziel der Umweltschützer bestünde darin, auf humorvolle Weise auf ein sehr ernstes Problem hinzuweisen. „Von den in Südtirol eingesetzten 68 Wirkstoffen befinden sich 55 auf der schwarzen Liste der gefährlichsten und schädlichsten Pestizide. Ausgebracht wird davon rund 7 Mal soviel wie in jeder anderen Region Italiens“, behauptet Filmemacher Schiebel. Wie berichtet, hat das Münchner Umweltinstitut vergangene Woche im Herzen von München ein Großplakat aufhängen lassen, das einen Traktor im Pestizid-Nebel in einer Äpfelwiese in Südtirol zeigen sollte. Tatsächlich ist auf dem Plakat aber ein Weinberg ausgerechnet mit Bio-Anbau abgebildet – samt Südtirol-Dachmarke und dem Slogan „Südtirol sucht saubere Luft“.stol