Mittwoch, 17. Mai 2017

Radioaktives Jod im Krankenhaus Bozen

Mit der Inbetriebnahme des neuen geschützten stationären Dienstes in der Nuklearmedizin des Krankenhauses Bozen, geht der Südtiroler Sanitätsbetrieb in der Behandlung von Patienten mit Schilddrüsenkrebs einen Schritt weiter.

Der neue geschützte stationäre Dienst in der Nuklearmedizin des Krankenhauses Bozen. - Foto: Südtiroler Sanitätsbetrieb
Badge Local
Der neue geschützte stationäre Dienst in der Nuklearmedizin des Krankenhauses Bozen. - Foto: Südtiroler Sanitätsbetrieb

Dieser Dienst ermöglicht es nun auch in Bozen, die Behandlungstätigkeit der Schilddrüsentumoren mit Jod 131 durchzuführen.

Das radioaktive Jod, das den Patienten verabreicht wird, konzentriert sich im Schilddrüsengewebe und zerstört alle eventuelle Schilddrüsenreste und Fernmetastasen. Diese Therapie wurde bisher in Südtirol nicht angeboten und die Patienten mussten sich an Innsbruck oder an andere Einrichtungen Norditaliens wenden.

Die neuen Räumlichkeiten wurden gemäß der geltenden Strahlenschutzbestimmungen umgebaut und verfügen über ein kontrolliertes Abwassersystem zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle.

Während des Krankenhausaufenthaltes verfügen die Patienten, die aus Gründen des Strahlenschutzes „isoliert“ sein müssen, über jeglichen Komfort (Balkon, eigenes Bad, Farb-TV, Videosprechanlage). „Die medizinische Ausstattung und Einrichtung ist unabdingbar und notwendig“ - präzisiert Mohsen Farsad, geschäftsführender Primar der Nuklearmedizin – „müssen aber auch durch hohe Fachkompetenzen und einer optimalen Arbeitsorganisation begleitet werden“.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb möchte, auch dank dieser neuen Struktur, in Zukunft weitere innovative nuklearmedizinische Tumortherapien im onkologischen Bereich einführen. 

stol

stol