Nun ist es gewiss: Jene sterblichen Überreste, die ein 42-jähriger österreichischer Wanderer im Juni im Bereich der Vorderen Brandjochspitze im Gemeindegebiet von Innsbruck fand, stammen von Johannes Angerer ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/knochen-eines-seit-1991-vermissten-suedtirolers-auf-nordkette-entdeckt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>).<BR /><BR />Der Malser war 1991, also vor mittlerweile 35 Jahren, an der Nordkette verschwunden und konnte trotz aller Bemühungen nicht gefunden werden. Viele Einsatzkräfte hatten sich an der aufwendigen und tagelangen Suche nach dem damals 22-Jährigen beteiligt, auch zahlreiche Freiwillige aus der Heimatgemeinde und Studenten der Universität Innsbruck hatten versucht, das Verschwinden von Johannes Angerer zu klären.<h3> Im Juni wurden verschiedene Knochenreste gefunden – darunter auch jene von Johannes Angerer</h3>Gefunden worden waren im Juni verschiedene Knochenreste, sie wurden von einem Alpinpolizisten geborgen und durch die Gerichtsmedizin in Innsbruck untersucht, wie die Landespolizeidirektion Tirol erklärt. „Die Untersuchung der Knochen ergab, dass von den insgesamt elf aufgefundenen Knochen ein Knochen menschlicher Natur war. Aufgrund der durchgeführten DNA-Untersuchung konnte der menschliche Knochen einem seit 1991 in Innsbruck abgängigen, damals 22-jährigen Italiener zugeordnet werden“, heißt es im offiziellen Bericht. Die Todesursache konnte nicht festgestellt werden, es gebe jedoch keine Indizien, welche auf ein Fremdverschulden hinweisen.<BR /><BR />Für die Familie bedeutet der traurige Fund zugleich auch das Ende einer jahrzehntelangen Unsicherheit um das Schicksal von Johannes Angerer; nun können ihn seine Angehörigen zu Grabe tragen. Der Begräbnisgottesdienst wird am Montag, 24. August um 14 Uhr in der Pfarrkirche von Mals zelebriert.<BR /><BR />Den Hinterbliebenen des 22-jährigen Malsers ist es wichtig, sich bei den vielen Menschen zu bedanken, die an der Suche nach Johannes Angerer beteiligt waren. Zugleich möchten sie darauf aufmerksam machen, dass es sich nicht um ein Einzelschicksal handelt – es gebe viele Menschen, die als dauerhaft vermisst gelten und deren Angehörige in einer langen Zeit der Ungewissheit leben müssen. <h3> Vahrner ebenfalls seit 1991 verschwunden </h3>Für die Familien vermisster Personen biete der gesamtstaatliche Freiwilligenverband Penelope menschliche, rechtliche und technische Unterstützung, erklären die Angehörigen von Johannes Angerer. In Südtirol gebe es eine Anlaufstelle in Bozen, ergänzen sie.<BR /><BR />Weiter unklar bleibt indes das spurlose Verschwinden des aus Vahrn stammenden H.H.. Er soll sich ebenfalls Anfang Oktober 1991 in Tirol aufgehalten haben. Der junge Mann gilt weiterhin als vermisst.