Festgestellt wurde, dass Sonia vor ihrem Verschwinden die Arbeit gekündigt und eine Abfindung erhalten hatte. Dies erhärtet den Verdacht, dass die Frau freiwillig untergetaucht ist. Die Familie war am 20. April mit ihrem Auto aus der Provinz Piacenza aufgebrochen; das Fahrzeug war mit Vorräten und Campingausrüstung beladen. Die Suchaktion konzentriert sich auf das Gebiet um Tarcento in der Provinz Udine, wo das letzte Telefonsignal der Familie geortet wurde. Unter den etwa 20 Hinweisen, die in den letzten Stunden bei den Carabinieri eingegangen sind, gilt einer als besonders glaubwürdig.<BR /><BR />Ein Wanderer erklärte, er habe die Frau zusammen mit ihren beiden Kindern und den vier Familienhunden in einem Berggebiet in der Provinz Görz, nicht weit von der slowenischen Grenze getroffen. Die Angaben wurden an die Rettungskräfte und die Besatzung des Hubschraubers weitergeleitet, der die Gegend aus der Luft absucht. <BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft von Piacenza, Herkunftsstadt der Vermissten, ermittelt wegen Kindesentziehung. Angehörige der 49-Jährigen verfolgten die Einsätze. Nach Angaben der Familie wollte sie nur wenige Tage verreisen und anschließend nach Hause zurückkehren. Am 6. Mai wurde ihr Wagen jedoch verlassen in Tarcento in der Provinz Udine gefunden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311357_image" /></div> <BR /><BR />Am Einsatzstützpunkt hielten sich unter anderem der Ex-Ehemann der Vermissten, Yuri Groppi, sowie die Großeltern der beiden Jugendlichen auf. Groppi richtete einen Appell an Sonia, von der er seit zehn Jahren getrennt lebt. „Ich möchte diesen Appell an Sonia richten, um sie zu beruhigen und ihr zu sagen, dass nichts passiert ist. Wir werden die Dinge klären. Wichtig ist, dass sie sich meldet “, sagte der Mann. Nach den bisher gesammelten Informationen soll Sonia vor der Abreise Funkgeräte, Angelschnur und Salz gekauft haben, vermutlich mit der Absicht, einige Tage inmitten der Natur zu verbringen. Im Auto wurden die Zelte, die sie angeblich mitgenommen hatte, nicht gefunden. <BR /><BR />Die 16-jährige Tochter hat kurz vor dem Verschwinden noch eine letzte Nachricht an eine Mitschülerin geschickt, um sich nach einer Klassenarbeit in der Schule zu erkundigen: Die Antwort, die am folgenden Tag erfolgte, konnte der vermissten Jugendlichen nicht zugestellt werden, da das Handy abgeschaltet war. Besondere Aufmerksamkeit richten die Helfer auf die vier Hunde der Familie, die möglicherweise wiedererkannt werden könnten. Einer der Hunde ist nach Angaben der Organisation ein großer weißer Schäferhund. Die Einsätze sollen trotz angekündigten schlechten Wetters in der Region Friaul-Julisch Venetien fortgesetzt werden. Mit dem Fall beschäftigt sich inzwischen auch die Rai 3-Sendung „Chi l´ha visto?“.