Der 54-jährige Neapolitaner, dem Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden, war am Sonntagabend aus seiner Heimatstadt Nola in der Region Kampanien verschwunden. Am Dienstag tauchte der Mann mit Verletzungen im Gesicht wieder auf, nachdem er sich selbst befreien konnte. Von der Familie wurde Lösegeld in Höhe von fünf Millionen Euro gefordert.Er sei von Unbekannten mit einer Kette um den Hals in einem Gewächshaus auf Feldern unweit von Neapel gefangen gehalten worden, berichtete der 54-Jährige. Laut seinen Angehörigen gelang es ihm, sich selbst loszumachen und um Hilfe zu rufen. Das Auto des Mannes war unweit des neapolitanischen Viertels Secondigliano entdeckt worden. Die Behörden befürchteten schon vor der Befreiung eine Entführung, die Ermittlungen der Polizei laufen. Der Unternehmer, seine Angehörigen und Freunde wurden mehrere Stunden lang vernommen.„Es ist ein wahres Wunder, dass er sich befreien konnte“, sagte die Schwester des Entführten, Bürgermeisterin einer Ortschaft unweit von Neapel.Ihr Bruder sei wohlauf und benötige keinerlei medizinische Behandlung. Der Rechtsanwalt des Unternehmens versicherte, dass es keine Verbindung zwischen der Entführung seines Mandanten und seinen Probleme mit der Justiz gebe.Der 54-Jährige war in den vergangenen Jahren wegen mutmaßlicher Beziehungen zum Camorra-Clan Alfieri ins Visier der Ermittler geraten, aber vor Gericht freigesprochen worden. 1993 wurde der Unternehmer bei einem Angriff verletzt, der auf die Camorra zurückgeführt wurde.Die Ermittler schlossen nicht aus, dass Buglione im Rahmen einer Fehde mit Camorra-Mitgliedern entführt worden sein könnte. Die Justizbehörden vermuten, dass der einflussreiche Camorra-Boss Carmine Alfieri die Firmen des Unternehmers als private Polizei genutzt habe. Der Unternehmer hat mit seinem Bruder einige Gesellschaften gegründet. Diese vermitteln Firmen private Aufseher.apa