Donnerstag, 19. Januar 2017

Rai sendet - Land zahlt

Jedes Jahr 20 Millionen Euro aus dem Steuertopf plus geschätzte 7 Millionen Euro über die Fernsehgebühr: Das reicht anscheinend nicht aus für das TV-Programm von Rai Südtirol. Denn das Land finanziert zusätzlich noch eine Reihe von Sendungen, gut 200.000 Euro pro Jahr lässt es dafür springen. Dies berichtet das Tagblatt "Dolomiten" in der Donnerstag-Ausgabe.

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Foto: © D

100 Euro an Rai-Gebühr wurden im Vorjahr erstmals über die Stromrechnung eingehoben. Eine offizielle Auskunft zu den Einnahmen gibt es bisher nicht, aber wenn alle 77.000 Haushalte im Land diese Abgabe entrichtet haben, kommen allein in Südtirol 7,7 Millionen Euro zusammen. 

Doch damit nicht genug. Über einen zweiten Kanal fließt eine stattliche Summe Steuergeld direkt an die deutsch- und ladinischsprachigen Redaktionen der Rai in Bozen. Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher auf Anfrage von Walter Blaas im Landtag mitteilt, waren es in den Jahren 2014 und 2015 zusammen 25,6 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Die gern gesehene ORF-Sendung „Südtirol heute“ erhält pro Jahr 1,4 Millionen Euro aus der Landeskassa, und für alle privaten Fernsehanstalten zusammen stehen im Jahr 2017 insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. 

Und auch was das Programm betrifft zeigt sich das Land großzügig. Im Zeitraum 2014 bis 2016 zahlte die öffentliche Hand rund 650.000 Euro hin an Produktionsfirmen, die Sendungen für Rai Südtirol herstellen.

D

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol